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Zwei Familien sind mit ihren Autos aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland gefahren

Erste Flüchtlinge aus der Ukraine in Wewelsburg angekommen

Büren-Wewelsburg

Im Bürener Stadtgebiet sind in diesen Tagen die ersten Geflüchteten aus der Ukraine angekommen. Am frühen Dienstagmorgen sind zwei Familien – Eltern mit Kindern vom Teenager- bis zum Kleinkindalter sowie ein älterer Mann – in Wewelsburg eingetroffen.

Von Hanne Hagelgans

Auch in Wewelsburg sind erste Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine angekommen (Symbolbild). Foto: dpa

Sie hatten sich in zwei Autos auf den Weg nach Deutschland gemacht und lange in Staus auf der Autobahn gestanden. In Empfang genommen und in den ersten Stunden betreut wurden sie von Roozbeh Farbod.

Er ist selbst vor 20 Jahren als Kind mit seinen Eltern aus dem Iran nach Deutschland geflohen. Die Familie habe lange keine Unterkunft finden können und schlimme Erfahrungen machen müssen. Aus dieser Motivation heraus möchte er nun – ebenso wie viele weitere ehrenamtliche Helfer – die Menschen aus der Ukraine unterstützen.

Roozbeh Farbod nimmt die Flüchtlinge in Empfang

Mit Hilfe eines Aufrufs in den sozialen Medien hat Roozbeh Farbod Unterkünfte für die Geflüchteten gefunden. Vier Familien konnten so in den vergangenen Tagen bereits bei Privatleuten unterkommen, erzählt er. Bei den zwei großen Familien, die nun am Dienstag eingetroffen sind, habe er die entscheidende Hilfe von der Stadt Büren, namentlich von Bürgermeister Burkhard Schwuchow erhalten. Spontan und unbürokratisch sei es gelungen, zwei Wohnungen für die Menschen bereit zu stellen. „Ganz toller Einsatz“, freut sich der Wewelsburger, der in seiner ehrenamtlichen Arbeit auch schon andere Erfahrungen mit Kommunen gemacht habe.

Mit dem Nötigsten versorgt

Nun sorgen ehrenamtliche Flüchtlingshelfer dafür, dass die Ukrainer das Nötigste von Kleidung über Möbel bis hin zu Kochgeschirr erhalten. Auch in den kommenden Tagen, berichtet Farbod, rechne er mit weiteren Ankömmlingen aus der Ukraine. Ehrenamtliche Helfer holten die Menschen an der polnischen Grenze ab und nähmen auf dem Hinweg Hilfsgüter mit.

Über die aktuelle Entwicklung durch den russischen Angriff auf die Ukraine halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden.

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