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Solidaritätsessen findet in Hövelhof coronabedingt in ganz anderer Form statt

4300 Euro für Kinderdorf in Peru gespendet

Hövelhof

„Unser Konzept scheint angenommen worden zu sein“, freut sich der Vorbereitungskreis des Hövelhofer Solidaritätsessens. Insgesamt konnten 4300 Euro an das „Infantil Kinderdorf“ in Peru überwiesen werden.

wn

Die Helfer aus dem Arbeitskreis, Mike, Magdalene, Maria, Petra und Maria, mit Christel Zumdieck (Fünfte von links) und dem Ehepaar Westerwinter vom Verein Westfälischer Kinderdörfer (Sechste von links und ganz rechts) zusammen mit Pastor Guido Potthoff bei der Spendenübergabe in der Hövelhofer Pfarrkirche. Foto: Raphael Athens

Das Angebot, direkt bei Ingos Biomarkt gegen eine Spende einen Gutschein für ein Mittagsmenü zu erwerben, wurde von vielen Kunden angenommen. Inhaber Ingo Theismann hatte das Angebot deshalb sogar bis Ende März aufrechterhalten und daher wesentlich zum Spendenergebnis beigetragen.

Der zentrale Tag des Solidaritätsessens ist jedes Jahr ein Sonntag in der Fastenzeit vor Ostern. Ein Gottesdienst stand ganz im Zeichen der Aktion. Mit lateinamerikanischer Musik, einem Gebet für die Kinder und weiteren Texten fühlten sich die Gottesdienstbesucher angesprochen, was der Applaus an mehreren Stellen zeigte.

Christel Zumdieck vom Verein Westfälische Kinderdörfer beschrieb in beeindruckender Weise die derzeitige Lage in Peru und die zusätzlichen Schwierigkeiten wegen der Corona-Pandemie. Ähnlich wie in Brasilien seien die Situation katas­trophal und die Sterblichkeit sehr hoch. Die Kosten für Lebensmittel seien explodiert und für die Leitung des Kinderdorfes in der Nähe von Lima, der Hauptstadt Perus, sei die Lage ex­trem schwierig.

Obwohl viel weniger Gottesdienstbesucher zugelassen waren als sonst, war das Spendenaufkommen gerade an diesem Tag herausragend. Nachweislich haben in diesem Jahr auch viele neue Spender diese Aktion unterstützt, und auch in Ingos Biomarkt wurde fast immer großzügig eine höhere Summe für den Gutschein gespendet als vorgeschlagen wurde.

Projekte in Nicaragua, Brasilien, Bolivien oder jetzt in Peru sind in mehr als 30 Jahren von Hövelhof aus gefördert worden. Mal vom Pfarrgemeinderat, dann vom „Eine-Welt-Kreis“ und in den vergangenen Jahren von der Kolpingsfamilie mit der Caritas initiiert und organisiert, waren die Spenden immer eine „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Caritas und die Kolpingsfamilie bedanken sich bei allen Spendern und Helfern dieser Aktion.

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