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Vorstand Thomas Henkenjohann verlässt die Volksbank Delbrück-Hövelhof

Aus dem Trio wird ein Duo

Delbrück/Hövelhof (WB/mobl). Die Volksbank Delbrück-Hövelhof geht mit einem verkleinerten Vorstandsteam ins neue Jahr. Wie das heimische Kreditinstitut am Mittwoch mitgeteilt hat, hat Vorstandsmitglied Thomas Henkenjohann Ende 2019 sein Amt „aus persönlichen Gründen niedergelegt“. Der Vorstand besteht nunmehr aus dem Vorsitzenden Jörg Horstkötter und Rudolf Hagenbrock.

Thomas Henkenjohann (links) gehört dem Vorstand der Volksbank Delbrück-Hövelhof seit Jahresbeginn nicht mehr an. Der Vorstand besteht jetzt noch aus Rudolf Hagenbrock (Mitte) und dem Vorstandsvorsitzenden Jörg Horstkötter.

Thomas Henkenjohann wolle sich „neuen Herausforderungen stellen“, hieß es von Seiten der Volksbank Delbrück-Hövelhof. Hier war er 30 Jahre lang beschäftigt, davon acht Jahre in der Führungsetage.

190 Mitarbeiter in zehn Filialen

Mit dem Geschäftsjahr 2019 zeigte sich die heimische Volksbank in ihrer Jahresbilanz zufrieden. Man habe sich „auf einem hart umkämpften Markt behauptet“. Insgesamt hat die Volksbank Delbrück-Hövelhof derzeit 17.278 Mitglieder und 190 Mitarbeiter in zehn Filialen in Delbrück, Hövelhof und Verl-Kaunitz.

Die mit der Neubesetzung der Führungsspitze der EZB durch Christine Lagarde kurzfristig aufkommende Hoffnung auf eine Erhöhung des Zinsniveaus habe sich nicht bewahrheitet, bilanzierte der Bankvorstand das Jahr 2019. Banken sähen sich nach wie vor dem Zinskurs der Europäischen Zentralbank ausgesetzt; zudem bleibe die überbordende Regulatorik für alle Kreditinstitute herausfordernd. Trotz der derzeitigen Rahmenbedingungen sei es der Volksbank Delbrück-Hövelhof erneut gelungen das Geschäftsjahr positiv abzuschließen. „In einigen Bereichen konnten wir unsere Erwartungen sogar übertreffen“, so Vorstandsvorsitzender Jörg Horstkötter. Die bisher vorläufigen Zahlen attestieren eine Steigerung der Verbundbilanz um sechs Prozent auf 1,65 Milliarden Euro.

Kreditvolumen steigt um 4,5 Prozent

Das Gesamtkreditvolumen stieg um 4,5 Prozent auf 670 Millionen Euro. Als Wachstumsmotor sei hier wiederum die hohe Nachfrage nach Krediten für den privaten Wohnungsbau und Immobilien zu nennen. Auch die Verbundeinlagenseite erhöhte sich um sieben Prozent auf 975 Millionen Euro. „Gründe hierfür sind einerseits die positiven Wertentwicklungen an der Börse sowie die verstärkte Anlage in Wertpapieren unserer Kunden angesichts der fehlenden zinstragenden Alternativen“, erläutert Vorstandsmitglied Rudolf Hagenbrock.

Als „überaus erfreulich“ bezeichnete der Vorstand der örtlichen Volksbank die Tatsache, dass das Zinsergebnis mit 12,9 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau gehalten werden konnte. Das bereits 2018 starke Provisionsergebnis habe noch einmal mit einer Steigerung auf 6,1 Millionen Euro zulegen können und stelle damit eine wichtige Ertragssäule der Bank dar. Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich moderat auf 13,1 Millionen Euro und lagen laut Vorstand im Rahmen des allgemeinen Preisanstiegs.

Zweigstelle in Verl-Kaunitz wird modernisiert

Der Vorstand gab auch einen Ausblick auf das Jahr 2020. Die Volksbank werde sich im neuen Geschäftsjahr neben der digitalen Weiterentwicklung nach wie vor auch auf die persönliche Nähe vor Ort konzentrieren. Derzeit werde die Zweigniederlassung in Kaunitz modernisiert. Voraussichtlich sollen die Arbeiten bis Ende April beendet sein.

Ein wichtiger Termin im Jahreskalender der Volksbank ist der 2. April. An diesem Abend findet die Mitgliederveranstaltung in der Stadthalle in Delbrück statt. Klimaforscher und Meteorologe Karsten Schwanke wird als Gastreferent erwartet. Zudem wird das Thema regionale Nachhaltigkeit im Rahmen eines Podiumsdialoges erörtert.

Das Thema Nachhaltigkeit hat sich die Volksbank auch darüber hinaus auf die Fahne geschrieben. Neben den jährlichen Spenden und Reinerträge in Höhe von über 150.000 Euro vergibt die Bank in diesem Jahr zusätzlich 20.000 Euro für nachhaltige Projekte an Vereine und Institutionen aus dem Geschäftsgebiet. Die Einreichung der Vereinsprojekte startet ab Februar über die Homepage der Bank. Ab April werden die Projekte zur Abstimmung freigeschaltet.

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