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Sicherheit an einer gefährlichen Haltestelle in Hövelhof hat Vorrang

Berens: »Wir werden Druck ausüben«

Hövelhof (WB). »Die Sicherheit von Schulkindern liegt mir besonders am Herzen.« Darauf hat Bürgermeister Michael Berens in einer Stellungnahme zu einem Bericht dieser Zeitung (»Haltestelle soll sicherer werden – Eltern protestieren in Hövelhof gegen gefährliche Situation an der Gütersloher Straße«) hingewiesen.

Die Bushaltestelle Brink an der Einfahrt zur Tankstelle an der Kreuzung Gütersloher Straße/Detmolder Straße liegt unmittelbar an der Landesstraße. Die Haltestelle gegenüber befindet sich sogar in einem Tempo-100-Bereich. Dagegen protestieren Christa Herglotz, Anne Westermeier, Helena Eckert und Anastasia Chentsov mit Soraya, David, Lina, Dorothea, Linea, Theresia und Loretta. Foto: Meike Oblau

Der Bürgermeister erläutert: »Seit August 2018 bemüht sich die Sennegemeinde Hövelhof um eine Verbesserung der Sicherheit von Schulkindern an der Haltestelle Brink an der Kreuzung Gütersloher Straße/Detmolder Straße. Leider bisher erfolglos. Sowohl gegenüber der zuständigen Kreisverwaltung Paderborn (Verkehrsbehörde) als auch beim zuständigen Straßenbaulastträger Landesbetrieb Straßen NRW hat sich die Sennegemeinde Hövelhof die Vorschläge der Eltern zu eigen gemacht.

Beantragt wurde eine Ausweitung der Tempobeschränkung, eine Verlegung der Bushaltestelle, bauliche Maßnahmen um ein Queren der Fahrbahn und des Grabens zu ermöglichen und die Errichtung eines Kreisverkehres mit dem Ziel einer Tempoherabsetzung. Alle Vorschläge der Sennegemeinde wurden von den zuständigen Stellen abgeschmettert.«

Weiter hält Michael Berens fest: »Insbesondere Straßen NRW hat eine bauliche Veränderung und die Verlegung der Bushaltestelle abgelehnt. Die Kinder könnten demnach ›gefahrlos die Gütersloher Straße überqueren‹. Der vorhandene sichere Weg sei ›lediglich etwas weiter als der direkte‹ durch den Graben und über die Gütersloher Straße an einer Stelle, an der Tempo 100 erlaubt sei. Straßen NRW appellierte an die Eltern, bei den Kindern auf die Benutzung des vorhandenen sicheren Überweges hinzuwirken.«

Bürgermeister Berens erklärt zu diesen Ausführungen des Landesbetriebes: »Dies ist praxisfremd. Wir können das nicht so hinnehmen und werden weiter Druck ausüben.« Die Gemeinde Hövelhof habe auch die Polizei um Verkehrsüberwachungsmaßnahmen gebeten. Das Ergebnis bleibe abzuwarten. Die Aussage auf die mangelnde Zuständigkeit der Mitarbeiterin des Bauamtes habe sich im Übrigen auf die Geschwindigkeitsbeschränkung bezogen. Diese könne nur der Kreis Paderborn als Straßenverkehrsbehörde anordnen.

Michael Berens begrüßt in seiner Stellungnahme, wenn jetzt die Kreisverwaltung auf Initiative der Eltern ihre Unterstützung zusagt. Berens: »Die Sennegemeinde Hövelhof versucht im Rahmen ihrer Zuständigkeit, die Situation der am Morgen wartenden Schulkinder durch das Errichten eines Buswartehäuschens zu verbessern. Gespräche mit den Grundstückseigentümern müssen noch abgewartet werden. Die Sicherheit unserer Kinder muss im Vordergrund stehen und darf nicht im Dschungel unterschiedlicher Zuständigkeiten stecken bleiben.«

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