1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Hoevelhof
  6. >
  7. Brückenfest am Brückentag

  8. >

Kürzeste Verbindung zwischen Hövelhof und Riege ist wieder hergestellt

Brückenfest am Brückentag

Hövelhof (WB). Ein Brückentag ist bekanntlich ein Tag zwischen einem Feiertag und einem Wochenende. Der nächste Brückentag, Freitag nach Fronleichnam, wird in Hövelhof »doppeldeutig« gefeiert.

Im März wurde die neue Brücke geliefert, am 1. Juni wird sie mit einem Brückenfest offiziell eingeweiht. Bis dahin sollen auch die Mühlsteine vom Henkenplatz dort aufgestellt werden. Das Fundament dafür ist vor einigen Tagen angelegt worden. Foto: Meike Oblau

Am 1. Juni nämlich findet die offizielle Einweihung der neuen Brücke an der Junkernallee statt. Nach mehr als acht Jahren ist die kürzeste Wegeverbindung zwischen Hövelhof und Riege über die Ems wieder hergestellt. Die Kosten von rund 70.000 Euro hat die Gemeinde Hövelhof getragen.

Das Brückenfest am 1. Juni wird nun federführend von der Dorfgemeinschaft Riege/Hövelriege organisiert und beginnt um 17 Uhr mit einem Fußmarsch mit Musik von zwei Startpunkten aus: Zum einen von der Ecke Junkernallee/Ramselstraße in Riege und zum anderen von der Junkernallee/Ecke Industriestraße in Hövelhof. Nach Ankunft an der Emsbrücke richten Bürgermeister Michael Berens und der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Ferdinand Stöppel, kurze Grußworte an die Teilnehmer. Von dort kehrt man zurück zum Dorfschulmuseum in Riege (Junkernallee 20), wo gegen 18 Uhr die Feier mit viel Musik startet. Bis zum 1. Juni sollen auch die Mühlsteine, die bis Anfang der Woche auf dem Henkenplatz standen, ihren neuen Platz an der Brücke gefunden haben.

Der seit Jahrhunderten durch die Junkernallee führende Waldweg wurde stets als Verbindung zwischen Wohnort und Arbeitsstätte und Einkaufsort, aber auch als Kirchweg genutzt – überwiegend zu Fuß oder mit dem Fahrrad. 2010 hatte der Eigentümer der Fläche diese Verbindung gekappt und die Brücke abgerissen. In einem langwierigen Rechtsverfahren, das von der Gemeinde Hövelhof gegen den Eigentümer geführt wurde, ist der Nachweis gelungen, dass es ein Gewohnheitsrecht zur Befahrung des Weges gab. Auch künftig wird die Verbindung für den motorisierten Verkehr gesperrt bleiben. Der Weg steht also nur Wanderern und Radlern offen.

Startseite