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Gemeinde Hövelhof zeichnet Bürgerverein Espeln, Marita Marxkors und Heinrich Fortmeier aus

Drei Preise, aber keine Verleihung

Hövelhof

Die Gemeinde Hövelhof hat die Preisträger des erstmals vergebenen Heimatpreises bekannt gegeben. 5000 Euro Preisgeld teilen sich der Bürgerverein Espeln, der Hövelsenner Heimatforscher Heinrich Fortmeier sowie Marita Marxkors, die seit über 20 Jahren zu alten Haus- und Hofstätten in Hövelhof forscht.

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Jedes Jahr am ersten-September-Wochenende steht Espeln beim Erntedankumzug des Bürgervereins Kopf. Fast alle Einwohner sind involviert. Foto: Meike Oblau

Die Sennegemeinde Hövelhof hatte im August beschlossen, am Landesprogramm „Heimatpreis“ teilzunehmen und Kriterien zur Vergabe des Heimatpreises festgelegt. Die drei Sieger der Sennegemeinde werden im kommenden Jahr an einem Wettbewerb auf Landesebene teilnehmen. Insgesamt waren 13 Vorschläge und Bewerbungen für den Heimatpreis 2020 bei der Sennegemeinde eingegangen. In einer geheimen Abstimmung in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Familie, Sport und Kultur wurden die drei Preisträger ermittelt. Statt der ursprünglich geplanten größeren Preisverleihung kann es derzeit nur eine Videobotschaft von Bürgermeister Berens geben. Eine offizielle Zusammenkunft soll nachgeholt werden, sobald es wieder möglich ist.

Heinrich Fortmeier war sein ganzes Leben ehrenamtlich in der Sennegemeinde tätig. Der 91-Jährige stammt aus dem früheren Ortsteil Hövelsenne (heute Truppenübungsplatzgelände) und hat 2012 das Buch „Hövelsenner Erinnerungen“ herausgegeben. Der gelernte Tischler, der viele Jahre in der Ausbildungswerkstatt des Salvator-Kollegs gearbeitet hat, hat auch ehrenamtlich Tischlerarbeiten in der Hövelhofer Pfarrkirche, der Kapelle im Haus Bredemeier und der Hövelsenner Kapelle durchgeführt. Mehr als 18 Jahre lang hat er als Erwachsenenmessdiener gedient. Ebenso hat er 18 Jahre lang ehrenamtlich „Essen auf Rädern“ für das Caritas-Altenzen­trum Haus Bredemeier ausgefahren und im Kirchenvorstand mitgewirkt.

2012 stellte Heinrich Fortmeier seine „Hövelsenner Erinnerungen“ vor. Auch als Tischler hat er sich immer wieder ehrenamtlich in Hövelhof engagiert. Foto: Meike Oblau

Marita Marxkors forscht seit mehr als 20 Jahren zu alten Haus- und Hofstätten in Hövelhof. Dabei ist eine ortsgeschichtliche und heimatkundliche Sammlung zusammengekommen. Sie besuchte jede dieser Hof­stellen und holte sich zu Forschungszwecken Informationen aus externen Archiven. Die Sammlung hat für die Hövelhofer Heimatgeschichte einen ganz besonderen Wert.

Der Bürgerverein Espeln richtet in seiner 100-jährigen Tradition jährlich das Heimat- und Erntedankfest aus. Jeweils am ersten Septemberwochenende sollen die Menschen für Brauchtum und ländliche Tradition unserer Heimat begeistert werden. Fest zum Umzug mit dazu gehören auch das Kranzreiten und die Reiter-Quadrille auf dem Espelner Sportplatz. Nahezu alle Dorfbewohner engagieren sich für den Verein, um gemeinsam beim Festumzug gelebte Heimat, Tradition und Miteinander zu symbolisieren. Der Heimatgedanke ist für den Bürgerverein Espeln Inspiration und Quelle für das dörfliche Miteinander. In diesem Jahr musste ausgerechnet der 100. Erntedankumzug aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Der Bürgerverein hofft, im nächsten September wieder kräftig feiern zu können.

Auch für das kommende Jahr plant die Gemeinde Hövelhof eine Pressemitteilung zufolge wieder die Verleihung des Heimatpreises. Im zweiten Quartal 2021 können Vorschläge für den Heimatpreis 2021 eingereicht werden.

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