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Marlies Hermes, Adalbert Jochem und die Wanderabteilung des Verkehrsvereins Hövelhof für ehrenamtliches Engagement geehrt

Hövelhofer Heimatpreis verliehen

Hövelhof

Die Sennegemeinde Hövelhof hat in einer Feierstunde im Heimathaus den Heimatpreis 2021 verliehen. Der Ausschuss für Familie, Sport und Kultur hatte als Jury die Preisträger Marlies Hermes, Adalbert Jochem und die Wanderabteilung des Verkehrsvereins Hövelhof bestimmt.

Von und

Preisträger 2020/2021 und Gratulanten (von links): Günter Austermeier, Marita Marxkors, Heinz Thieschnieder, Heinrich Fortmeier, Bürgermeister Michael Berens, Adalbert Jochem, Richard Schmidt, Veronika Paul, Heinrich Schulmeister und Marlies Hermes Foto: Gemeinde Hövelhof

Mit der Auszeichnung würdigt die Gemeinde das besondere ehrenamtliche Engagement der Preisträger für ihre Heimat.

Die Gemeinde Hövelhof beteiligt sich mit dem Heimatpreis an dem gleichnamigen Landesprogramm. Die Jury zeichnet bis zu drei Personen, Personenvereinigungen, Vereine, Verbände oder andere Institutionen für ihr Engagement in den Bereichen Traditions- und Brauchtumspflege, Erhaltung und Stärkung des regionalen Erbes, Bewahrung und Stärkung der lokalen und regionalen Identität, der Verwurzelung von Menschen, der Stärkung der Gemeinschaft und des Zusammenlebens in Hövelhof sowie der Bewahrung der heimischen Natur aus. Das Preisgeld beträgt 5000 Euro.

Marlies Hermes

Marlies Hermes ist in mehreren Espelner Vereinen aktiv, leitet seit mehr als 20 Jahren die Espelner Messdiener und verantwortet deren Ausbildung für den Dienst am Altar. Sie organisiert die Messdiener-Fahrten in den Sommerferien, den Weihnachtsmarkt, den Messdiener-Karneval sowie die Sternsinger-Aktion. „Sie ist bei den Kindern sehr beliebt und schafft es immer, für einen Ausgleich zwischen Dienst und Spaß zu sorgen“, sagt Ulrike Rodehuth, die Marlies Hermes für den Preis vorgeschlagen hat.

Adalbert Jochem

Adalbert Jochem war von 1985 an im Verkehrsverein an verantwortlicher Stelle tätig. Von 1991 bis 2015 hatte er die Leitung des Redaktionsausschusses der Hövelhofer Rundschau inne. Der 100-Jährige war Gründungsmitglied des Volksbildungswerks Hövelhof. Er hat sich für die Verbindung zwischen Hövelhof und der französischen Partnergemeinde Verrières-le-Buisson eingesetzt. Jochem war engagiert im Freundeskreis Salvator Kolleg sowie in der Klausheider Kompanie der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft, wo er die traditionelle Erntedankmesse vorbereitete. Bürgermeister Michael Berens bedankte sich bei Adalbert Jochem für seinen Einsatz für die Gemeinde und zeigte sich beeindruckt von seinem großen Heimatwissen.

Wanderabteilung

Die Wanderabteilung, geführt von Richard Schmidt und Heinrich Schulmeister, betreut seit der Gründung im Jahr 1977 die Hövelhofer Wanderwege. Mehr als 28.000 Menschen haben bereits an den geführten Wanderungen und Wanderfahrten teilgenommen. Neben Adelheid und Wolfgang Arend sowie Anne und Gerd Reker hat auch Bernhard Weber die Wanderabteilung für den Preis vorgeschlagen: „Bedingt durch die Corona-Pandemie habe ich das Wandern hier in Hövelhof neu entdeckt. Während dieser Zeit bin ich eine Vielzahl der Hövelhofer Wanderwege gegangen und habe dabei erlebt, wie viel ehrenamtliche Tätigkeit in die Markierungen und Routenplanungen gesteckt wird. Das habe ich sehr schätzen gelernt.“

Heimatpreis 2020

Nachdem die erstmalige Verleihung des Heimatpreises im vergangenen Jahr coronabedingt digital stattfinden musste, hat Bürgermeister Michael Berens im Rahmen der aktuellen Feierstunde die Preisträger von 2020 – Marita Marxkors, Heinrich Fortmeier und den Bürgerverein Espeln – erneut gewürdigt.

Marita Marxkors erhielt den Preis für ihre Sammlung zu den Hövelhofer Haus- und Hofstätten, die mehrere Regale füllt. Sie hat viele Hofstellen selbst besucht, war in zahlreichen Archiven und hat mit Hövelhofer Kirchbüchern Informationen gesammelt. „Die ehrenamtliche Arbeit von Marita Marxkors ist heimatgeschichtlich sehr wertvoll“, sagt Bürgermeister Michael Berens.

Heinrich Fortmeier hat regelmäßig Vorträge zur Hövelsenne gehalten und sein Wissen in Büchern wie „Hövelsenner Erinnerungen“ weitergegeben. „Er hat wesentlich zur Aufarbeitung und Bewahrung der Geschichte um den Ort Hövelsenne beigetragen“, betont Bürgermeister Michael Berens bei der Preisverleihung. In der Folge wurde die Hövelsenner Kapelle neu errichtet, für die Fortmeier als Tischler ehrenamtlich das Mobiliar hergestellt hat. Über 18 Jahre lang hat Fortmeier der Kirchengemeinde als Messdiener zur Verfügung gestanden und hat ebenso lang als Ehrenamtlicher „Essen auf Rädern“ für das Haus Bredemeier gefahren. „Sein Engagement und seinen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der Heimatgeschichte möchten wir mit dem Preis ehren“, so Berens.

In 100-jähriger Tradition richtet der Bürgerverein Espeln jährlich das Heimat- und Erntedankfest aus und organisiert zahlreiche weitere Feste und Aktionen. Damit lädt der Verein zum dörflichen Miteinander ein und möchte Jung und Alt für Tradition und Heimat begeistern, was die Verleihung des Heimatpreises würdigen soll.

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