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Gemeinde bringt Hilfstransport für die Ukraine nach Przemyśl auf den Weg

Hövelhofer Hilfe kommt an

Hövelhof

Viele Hövelhoferinnen und Hövelhofer möchten die Menschen aus der Ukraine, die aufgrund des Krieges ihre Heimat verlassen und nach dem Grenzübertritt Zuflucht an der polnischen Grenze suchen, mit Hilfsgütern unterstützen. Am Donnerstag ist ein Konvoi von fünf Fahrzeugen – drei Lastwagen und zwei Transportern – in Richtung polnisch-ukrainische Grenze unterwegs.

Das Team der Ehrenamtlichen vor den Lastwagen, mit denen die Hilfsgüter an die polnisch-ukrainische Grenze gebracht werden Foto: Gemeinde Hövelhof

13 Ehrenamtliche haben sich auf den mehr als 1200 Kilometer langen Weg in die Stadt Przemyśl gemacht, um dringend benötigte Güter schnellstmöglich zu liefern.

Für eine gemeinsame Spendenaktion hatten die Sennegemeinde Hövelhof, Ehrenamtliche der Freiwilligen Feuerwehr Hövelhof, des Vereins Sennekult und der Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin (AGN) die Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Institutionen um Mitwirkung gebeten. „Die Resonanz auf unseren Aufruf war enorm. Man konnte die große Anteilnahme und Hilfsbereitschaft spüren. In Situationen wie diesen hält Hövelhof zusammen – das hat die Vergangenheit schon oft gezeigt“, bedankt sich Bürgermeister Michael Berens.

Im ortsansässigen Edeka-Center hatten Interessenten die Gelegenheit, haltbare Lebensmittel oder Hygieneartikel zu erwerben und als Sachspenden einzureichen. Auch eine Box für Geldspenden stand bereit. „Die große Solidarität der Hövelhoferinnen und Hövelhofer ist unglaublich. Wir haben schon viele gemeinnützige Aktionen unterstützt, zum Beispiel die Aktion ‚Brot und mehr‘ für die bedürftigen Bürger von Hövelhof. Sie wurden immer sehr gut angenommen, aber diese Aktion sticht heraus“, sagt Filialleiter Sven Reddeker. Erkennbar sei die große Bereitschaft zur Unterstützung auch an den Regalen im Edeka-Markt. Vor allem im Drogeriebereich seien die Regale sichtbar leerer, aber auch haltbare Lebensmittel und Artikel für Kinder seien vielfach zur Spende gekauft worden.

Insgesamt 51 Paletten mit 21 Tonnen Hilfsgütern liefern die Ehrenamtlichen an der polnisch-ukrainischen Grenze ab. Viele der Waren wurden bei der Aktion im Edeka-Markt eingereicht, ein Großteil konnten die Organisatoren durch Spendengelder finanzieren. 50.000 Euro händigten die Hövelhoferinnen und Hövelhofer über das Spendenkonto der AGN und die Spendenbox im Edeka-Center aus. „Für die große Unterstützung sind wir sehr dankbar“, sagt Christian Bökamp, Geschäftsführer des Sennekult und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung.

Zu den gesammelten und gekauften Gütern zählen Kleidungsstücke, Schlafsäcke, Medikamente, aber auch große Mengen an haltbaren Nahrungsmitteln wie Konserven, Nudeln, Wasser und Babynahrung sowie Hygieneartikel wie Zahnbürsten und Zahnpasta, Shampoos, Toilettenpapier oder Seife. „Die Bürgerinnen und Bürger haben sich bei ihren Spenden Gedanken gemacht, welche Produkte hilfreich sind. Vor allem für Kinder wurden sehr viele Artikel eingereicht – von Schnullern, über Spielzeug bis hin zu wärmender Kleidung“, sagt Bökamp. 40 ehrenamtliche Helfer kamen am zum Hövelhofer Bau- und Servicebetrieb, um beim Verladen mit anzupacken.

Über die aktuelle Entwicklung durch den russischen Angriff auf die Ukraine halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden.

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