Hövelhof hofft auf weitere Impftage im Schützen- und Bürgerhaus

In vier Stunden 650 Dosen verimpft

Hövelhof

Als vollen Erfolg kann die Impfaktion der Hövelhofer Hausärzte im Schützen- und Bürgerhaus bezeichnet werden. Binnen vier Stunden waren 650 Menschen über 60 Jahre erstmalig mit dem Vakzin Astrazeneca geimpft. Viele der Impflinge lobten die gute Organisation und den unkomplizierten Ablauf der Impfung.

Axel Langer

Demonstrieren den Ablauf der Impfaktion im Hövelhofer Schützen- und Bürgerhaus (von links): Arzthelferin Svea Puls, Mediziner Dr. Markus Krois und Benedikt Michaelis, Zugführer der Hövelhofer Feuerwehr. 650 Menschen konnten bei der Gemeinschaftsaktion geimpft werden. Foto: Axel Langer

Gemeinsam mit den Praxisteams der niedergelassenen Ärzte unterstützte die Hövelhofer Feuerwehr. „Wir hoffen auf weitere derartige Impfaktionen, ohne große Bürokratie. Anmelden, kommen, impfen, so bekommen wir Tempo in die Impfkampagne“, freute sich Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens über die vielen positiven Rückmeldungen.

Die Impfdosen setzten sich aus Kontingenten der Hövelhofer Hausärzte sowie aus 250 nicht abgerufenen Impfdosen des Apothekengroßhandel zusammen. Sieben Hausärzte und ihre Teams bildeten im großen Saal des Schützen- und Bürgerhauses acht Impfplätze, die im Einbahnstraßensystem von den Impflingen angelaufen werden konnten. Über die anschließende Ruhephase sowie den kontrollierten Einlass wachte die Hövelhofer Feuerwehr. So konnten binnen 15 Minuten 45 Personen geimpft werden.

Die Impfaktion wurde geplant, als Astrazeneca für den Einsatz bei über 60-jährigen freigegeben war. „Binnen zwei Tagen waren die Hälfte der Impftermine vergeben. Mit der kreisweiten Öffnung ging es dann ganz schnell und alle Termine waren vergriffen“, war auch Dr. Georg Schneider sichtlich zufrieden mit der großen Resonanz.

Es bildete sich auf Abstand eine lange Schlange

Vor den Toren des Schützen- und Bürgerhauses bildete sich auf Abstand eine lange Schlange. 350 Hövelhofer sowie weitere 300 Personen aus dem gesamten Kreis Paderborn konnten so geimpft werden und bekamen gleich den zweiten Impftermin in fünf Wochen mit auf den Weg. Viele Impflinge dankten den Organisatoren dafür, dass sie diesen Termin so möglich gemacht haben. Am Ende blieb keine Impfdose übrig.

„Ein solches Angebot vor Ort haben wir uns schon lange in Hövelhof gewünscht. Wir werden gerne weitere solcher Termine organisieren, vielleicht auch mit anderen Vakzinen“, fühlte sich Bürgermeister Michael Berens in seinen Forderungen bestätigt. Er sieht in der gemeinsamen Organisation durch Hausärztepraxen, Haus Bredemeier und Feuerwehr einen großen Zusammenhalt. Der geringe bürokratische Aufwand sorge für Vertrauen und Übersichtlichkeit im Ablauf.

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