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Hövelhofer Rat diskutiert Beitritt zur Kreismusikschule

Kostenprognose vorgestellt

Hövelhof (WB). Hövelhof sucht nach einem Weg für eine breiter aufgestellte musikalische Ausbildung in der Sennegemeinde. Ob das durch einen Beitritt zur Kreismusikschule geschieht oder durch eine engere Kooperation mit den örtlichen privaten Musikschulen, ist noch offen.

Meike Oblau

Synbolbild Foto: dpa/David-Wolfgang Ebener

Der Gemeinderat diskutierte am Donnerstag erneut den Antrag der FDP-Fraktion auf Beitritt zur Kreismusikschule. Neben der Stadt Paderborn, die eine eigene städtische Musikschule betreibt, ist Hövelhof die einzige Kommune im Kreisgebiet, die der Kreismusikschule nicht angehört. Die FDP hatte sich für einen Beitritt ausgesprochen und bekam dabei Unterstützung von den Vorsitzenden der Hövelhofer Musikvereine. Wunsch ist unter anderem, die musikalische Erziehung zum Beispiel im Rahmen der Offenen Ganztagsschule zu integrieren, aber auch, Instrumentalunterricht für alle bezahlbar zu machen.

Beitritt wäre frühstens zum 1. Januar 2020 möglich

Im Rat stellte Hauptamtsleiter Thorsten Langemeier erste Ergebnisse aus Gesprächen vor, die er mit der Kreismusikschule, aber auch mit den privaten Hövelhofer Musikschulen geführt hatte. »Bei der Kreismusikschule ist ein Beitrittsprozess nötig, das geht nicht von heute auf morgen«, sagte Langemeier und nannte auf Nachfrage der FDP den 1. Januar 2020 als frühstmöglichen Termin. Was die Gemeinde der Beitritt kosten würde, ist auch abhängig davon, wie viele Wochenstunden sich die Kreismusikschule in Hövelhof engagiert. »Bei zehn Wochenstunden würden wir von etwa 34.500 Euro im Jahr reden, bei 30 Wochenstunden von knapp 49.000 Euro«, stellte Langemeier eine erste Prognoserechnung vor. Die Umlage, die jede beteiligte Kommune an die Kreismusikschule zahlen muss, richtet sich zu 50 Prozent nach der jeweiligen Steuerkraft der Gemeinde und zu 50 Prozent nach der Inanspruchnahme der Dienstleistungen.

Zusätzliche Kosten für Eltern in der OGS nicht möglich

Für den Bereich Offene Ganztagsschule gebe es das Problem, dass Eltern für die Teilnahme ihrer Kinder an der OGS bereits Beiträge bezahlten: »Wir können dort keine Angebote durchführen, die zusätzlich etwas kosten«, sagte Thorsten Langemeier. Man könne darüber sprechen, ob die Gemeinde dann möglicherweise dieses musikalische Angebot im Rahmen der OGS zahle oder ob sich Sponsoren finden ließen.

Ein zweites Gespräch habe er mit den Inhabern der beiden privaten örtlichen Musikschulen Da Capo und Schamei geführt. »Die waren etwas irritiert, dass ihre Leistungen weder in dem FDP-Antrag noch in der Stellungnahme der Musikvereine erwähnt wurden. Beide Schulen wären bereit, ihr Angebot auszuweiten und auch hier werden wir prüfen, ob und wenn ja wie eine Zusammenarbeit mit unseren Schulen und Kitas möglich wäre«, berichtete Langemeier.

Die Kreismusikschule sehe in der Tat eine Beitragsbefreiung von bis zu 80 Prozent für sozial Benachteiligte vor. »Die privaten Musikschulen empfinden das als Subvention und haben nachgefragt, ob es stattdessen auch denkbar wäre, von Seiten der Gemeinde eine Art Familienförderung zu initiieren und damit auch Musikunterricht für sozial Schwächere zu unterstützen.«

Lösung bis zu den Sommerferien angepeilt

All diese neu zusammengetragenen Fakten gelte es nun, in weiteren Gesprächen zu vertiefen. Auch mit den Schulen, Kitas und Musikvereinen wolle man sprechen. Langemeier sagte, er wolle möglichst bis zu den Sommerferien das Thema vorantreiben. Auf Antrag der CDU wurde es dann in den Ausschusses für Familie, Kultur und Sport verschoben.

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