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Technischer Defekt: Einkaufsmarkt zwischenzeitlich geräumt – zwei Feuerwehrleute durch platzende Reifen verletzt

Lkw gerät am E-Center in Hövelhof in Brand

Hövelhof

Zwei leicht verletzte Feuerwehrleute, hoher Sachschaden und eine ausgebrannte Lkw-Zugmaschine waren am Montagnachmittag die Bilanz eines Brandes am erst vor kurzem eröffneten E-Center in Hövelhof.

Axel Langer 

Die Feuerwehr hat den Brand des Lkw am E-Center in Hövelhof schnell unter Kontrolle gehabt. Der Schaden an der Zugmaschine wird auf 80.000 Euro geschätzt. Foto: Axel Langer

Vermutlich löste ein technischer Defekt an der Lkw-Zugmaschine den Brand aus. Der Supermarkt wurde durch die Mitarbeiter des Marktes vorübergehend evakuiert. Mit Wasser und Schaum rückte die Hövelhofer Feuerwehr gegen den Brand vor und konnte so ein Übergreifen auf das Gebäude im letzten Moment verhindern.

Um 13.10 Uhr wurden die ersten Hövelhofer Feuerwehrkräfte zu dem in der Schillerstraße gelegenen Ladebereich alarmiert. Den ersteintreffenden Kräften schlugen aus der Zugmaschine meterhohe Flammen entgegen. Das Feuer drohte auf das Gebäude überzugreifen und Rauch drang in den Lagerbereich ein. Einsatzleiter Sebastian Lienen ließ das Alarmstichwort unverzüglich erhöhen und über Sirene und Funkmeldeempfänger wurden weitere Feuerwehrkräfte sowie das DRK an die Einsatzstelle beordert. Über dem Gebäude an der Bielefelder Straße wies eine große Rauchsäule den Einsatzkräften den Weg.

„Zu diesem Zeitpunkt hatten die Mitarbeiter des Supermarktes bereits den gesamten Verkaufsbereich vorbildlich evakuiert und die Kunden auf den Parkplatz geführt“, lobte der Pressesprecher der Hövelhofer Feuerwehr, Tim Kesselmeier, das umsichtige Verhalten der Mitarbeiter. Umsicht hatte auch der 43-jährige Fahrer bewiesen: Er wollte Eier anliefern und fuhr den Sattelzug noch einige Meter von der Laderampe weg, als er den Brand bemerkte.

Reifen platzen explosionsartig

Unterdessen rückte ein Trupp unter Atemschutz gegen den Brandherd vor. Zunächst wurden die Flammen mit Wasser niedergeschlagen. Anschließend wurde die Zugmaschine mit Schaum gelöscht. Ein weiterer Trupp baute im Gebäude eine Riegelstellung auf, um eine Ausbreitung in den Lagerbereich zu verhindern. Zwei Feuerwehrleute (30 und 32 Jahre alt) zogen sich bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen zu. Als die Reifen der Zugmaschine explosionsartig platzten, erlitten sie ein Knalltrauma. Von der Drehleiter aus wurden die Gebäudeteile sowie der LKW fortlaufend mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. „Wir konnten den Brand glücklicherweise schnell unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen auf das Gebäude verhindern“, so Einsatzleiter Sebastian Lienen. Rund 35 Feuerwehrkräfte sowie der Rettungsdienst, Notärzte und das DRK waren vor Ort.

80.000 Euro Sachschaden

Die Schadenssumme ist immens, so dürfte sich der Schaden an der ausgebrannten Lkw-Zugmaschine allein auf knapp 80.000 Euro belaufen. Um zu ermitteln, ob es weiteren Gebäudeschaden gibt, wurde der Lkw im Laufe das Nachmittags aus dem Ladebereich geschleppt. Zwischenzeitlich entrauchte die Feuerwehr die Ladezone sowie das Lager, in das auch Rauch eingedrungen war. Ob es hier zu weiteren Schäden gekommen ist, konnte zunächst nicht festgestellt werden.

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