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Politikerin informiert sich über das inklusive Konzept

Ministerin Feller besucht die Hövelhofer Krollbachschule

Hövelhof

Bei einem Besuch der Krollbachschule in Hövelhof hat die Schul- und Bildungsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Dorothee Feller, das inklusive Schulkonzept kennengelernt.

Tauschten sich zum Schulstart aus (von links): stellvertretende Schulleiterin Dietlind Schäfer, Hauptschul-Dezernentin der Bezirksregierung Claudia von Minden, Landtagsmitglied Norika Creuzmann, Schulabteilungsleiter der Bezirksregierung Michael Uhlich, Schulleiter Michael Stolpmann, Ministerin Dorothee Feller, Landtagsmitglied Bernhard Hoppe-Biermeyer und Bürgermeister Michael Berens. Die Krollbachschule in Hövelhof. Foto: Oliver Schwabe 

Die Krollbachschule verfolgt das Konzept des „Gemeinsamen Lernens“. Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf nehmen gemeinsam am Unterricht teil. Die Lehrmethoden und Unterrichtsformen werden auf die individuellen Lernvoraussetzungen abgestimmt. Im Schuljahr 2022/23 erhalten 38 Schülerinnen und Schüler der Krollbachschule in den Bereichen Lernen, Emotional-Soziale-Entwicklung, Sehen, Sprache und Körperlich-Motorische-Entwicklung eine sonderpädagogische Förderung.

„Die neue Landesregierung hat sich im Koalitionsvertrag für ein hochwertiges und gut ausgestattetes inklusives Schulangebot ausgesprochen. Wie gut ein solches inklusives Konzept umgesetzt werden kann, habe ich an der Krollbachschule gesehen. Es ist mir wichtig, dass alle Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit bekommen, ihre eigenen Stärken zu entwickeln“, sagte Schul- und Bildungsministerin Dorothee Feller.

Rektor Michael Stolpmann führte die Ministerin durch das Gebäude und erläuterte die Ziele der Hövelhofer Krollbachschule. „Getreu unserem Leitspruch ‚In Vielfalt leben und lernen – so geht Schule‘ wollen wir Kenntnisse, Fähigkeiten und soziale Kompetenzen vermitteln, die den Schülerinnen und Schülern ein selbstbestimmtes gesellschaftliches und berufliches Leben ermöglichen“, erklärte der Schulleiter.

„Das ausgezeichnete Konzept der Krollbachschule verdeutlicht, wie unerlässlich diese Schulform ist“, betonte Bürgermeister Michael Berens. „Hauptschulen bereiten mit praxisorientiertem Unterricht insbesondere auf Ausbildungsberufe vor, bei denen Nachwuchskräfte mehr denn je gesucht werden“, so der Rathauschef. Bei der Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung zeigt die Krollbachschule besonderen Einsatz. Durch den Aktionstag Girls‘Day und Boys‘Day, regelmäßige Beratungsangebote und Praktika bietet die Schule eine wichtige Orientierung auf dem Weg in den Beruf.

Die Krollbachschule Hövelhof. Foto: Jörn Hannemann

Schülerinnen und Schülern aus vielen Ländern

Seit Ende des Jahres 2015 unterrichtet die Krollbachschule auch internationale Schülerinnen und Schüler. Aktuell besuchen 50 junge Menschen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Somalia, Rumänien, der Ukraine und anderen Herkunftsländern die Hövelhofer Schule. 20 Jungen und Mädchen besuchen ausschließlich die reguläre Klasse; etwa 30 Schülerinnen und Schüler sind in drei Lerngruppen aufgeteilt. Die Hälfte der wöchentlichen Unterrichtszeit arbeiten sie in den Lerngruppen an der gezielten Deutschförderung, die andere Hälfte der Unterrichtszeit sind sie in ihrer Regelklasse.

„Die internationalen Lerngruppen richten sich insbesondere an Kinder und Jugendliche, die erst vor kurzem nach Deutschland gekommen sind und bisher noch keine oder wenige Sprachkenntnisse in Deutsch erwerben konnten“, erklärte Stolpmann. „Durch die Teilnahme an den Regelklassen haben die internationalen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen.“

Seit zehn Jahren gibt es das Projekt Familienklasse

Vor zehn Jahren führte die Krollbachschule das Projekt Familienklasse ein. Dabei kommen an einem Tag der Woche bis zu zehn Schülerinnen und Schüler mit einem Elternteil, einer Lehrkraft und einer pädagogischen Fachkraft zusammen und arbeiten gemeinsam an den selbst gesetzten Zielen der Schülerinnen und Schüler und ihren Problemen im Schulalltag. Das Projekt wird seither sehr erfolgreich durchgeführt. „Wir sind sehr froh, dass es uns über die Familienklasse gelingt, die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Familien zu stärken und ihnen wieder einen positiven Zugang zur Schule zu ermöglichen. Wir hoffen daher, das Projekt fortsetzen zu können“, sagte Stolpmann.

Die Familienklassen werden in Zusammenarbeit mit In Via Paderborn von der Reinhard-Mohn-Stiftung, der Karl-Bröcker-Stiftung, vom Bildungs- und Integrationszentrum des Kreises Paderborn und aus kommunalen Mitteln der Gemeinde Hövelhof gefördert.

Dorothee Feller

In einer gemeinsamen Gesprächsrunde tauschten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule, der Schulaufsicht und des Trägers mit der Schul- und Bildungsministerin aus. Neben dem Rektor nahmen die stellvertretende Schulleiterin Dietlind Schäfer, Lehrerin Theresa Schmidt, Lehrer Ferrit Akcay, Sozialpädagogin Kerstin Bolte, Sozialpädagoge Johannes Lambrecht, Bürgermeister Michael Berens, Hauptamts-Leiter Thorsten Langemeier, Schulabteilungsleiter der Bezirksregierung Michael Uhlich, Hauptschul-Dezernentin der Bezirksregierung Claudia von Minden, Schulrat Klaus Leweke, Dezernentin vom Kreis Paderborn Annette Mühlenhoff sowie die Landtagsmitglieder Norika Creuzmann und Bernhard Hoppe-Biermeyer an der Besprechung teil.

Der Schulleiter zog ein positives Fazit: „Es hat uns sehr gefreut, einen Einblick in unseren Schulalltag geben zu können. Die Ministerin interessierte sich sehr für die besondere Arbeit an der Krollbachschule und unser Leitbild der Inklusion.“

Die Ministerin betonte abschließend: „Der Austausch vor Ort ist mir sehr wichtig, da er mir Einblicke in den Schulalltag ermöglicht, der allein durch das Lesen von Akten nicht ersetzt werden kann. So habe ich auch heute durch das Gespräch im Kollegium wichtige Impulse erhalten. Das gemeinsame Lernen an der Krollbachschule bietet allen am Schulleben Beteiligten die Möglichkeit, Kompetenzen für ein gutes Miteinander auch über den Schulalltag hinaus zu erwerben.“

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