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Naturschützer erneuern Kritik an geplanter Bebauung im Hövelhofer Landschaftsschutzgebiet

Nabu könnte gegen neue Satzung klagen

Hövelhof

Der Naturschutzverband Nabu hat in einem Schreiben an das Bauamt der Gemeinde Hövelhof erneut die geplante Wohnbebauung an der Sennestraße nahe der Hövelsenner Kapelle kritisiert und darauf hingewiesen, dass der Verband gegen eine Außenbereichssatzung klagen könnte.

Meike Oblau

Die Sennestraße nahe der Hövelsenner Kapelle. Foto: Meike Oblau

Wie berichtet, hatte es bereits bei der ersten Planung, die fünf Wohnhäuser vorsah, Kritik des Nabu, des Kreises Paderborn und der Bezirksregierung gegeben. Die Gemeinde Hövelhof hatte die Planungen daraufhin auf drei Bauplätze und einen Parkplatz an der Hövelsenner Kapelle reduziert.

„Der Nabu-Kreisverband Paderborn lehnt (...) die geplante Außenbereichssatzung im Ganzen ab. Wir fordern die Gemeinde Hövelhof auf, keine Außenbereichssatzung zu erlassen“, schreibt Dirk Tornede ans Bauamt. Die von der Gemeinde erfolgten Anpassungen seien „nur minimal und auf unsere Bedenken in der ersten Stellungnahme ist die Gemeinde nur unzureichend eingegangen“, heißt es weiter. Daher habe sich der Nabu zu einer erneuten Stellungnahme entschlossen und weist in seinem Schreiben auch darauf hin, dass der Nabu als anerkannter Naturschutzverband auch die Möglichkeit einer Verbandsklage gegen den möglichen Erlass einer Außenbereichssatzung wahrnehmen ­könne.

Die Naturschützer haben aus drei Gründen Bedenken gegen eine weitere Bebauung im Landschaftsschutzgebiet unmittelbar an der Grenze zum Truppenübungsplatz. Zum einen weisen sie auf den Schutz der Sennelandschaft und die touristische Nutzung der Gegend hin: Eine Bebauung würde „den Erholungswert in diesem sensiblen Bereich stark beeinträchtigen“. Zudem sei „auch die Gemeinde Hövelhof an das Bauverbot im Landschaftsschutzgebiet Obere Senne gebunden“, betonen die Naturschützer. Als zweiten Aspekt führen sie an, dass die Satzung gegen den Regionalplan verstoße: „Die Vorgaben im Regionalplan sind bindend. Die erfolgte Abwägung der Gemeinde Hövelhof hierzu ist für uns nicht nachvollziehbar“, schreibt der Nabu.

Ferner weisen die Naturschützer auf die Belange des Natur- und Artenschutzes hin: „Die Intensivierung der Bebauung hätte negative Auswirkungen auf den Naturschutz. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum FFH- und Vogelschutzgebiet und der Lage im Naturschutzgebiet ist von einer Außenbereichssatzung abzusehen.“

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