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Inklusives Wohnprojekt an der Wittekindstraße in Hövelhof

Nachbarn üben Kritik an Bauplänen

Hövelhof

Gegen den geplanten Neubau eines inklusiven Wohnprojekts an der Wittekindstraße in Hövelhof regt sich unter den Nachbarn Widerstand. Dabei geht es nicht um die inhaltliche Ausrichtung und die künftigen Bewohner, sondern um die Dimensionen des Bauprojekts, die enge Zufahrt und die Zahl der Parkplätze.

Meike Oblau

So soll der Neubau des inklusiven Wohnprojektes an der Wittekindstraße aussehen. Foto: Architektur-Werk-Statt

Die Pläne hatten der Spar- und Bauverein Paderborn und die Stiftung Bethel im Sommer im Bauausschuss vorgestellt. In unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen DRK-Zentrum, das derzeit an der Bahnhofstraße gebaut wird, soll ein inklusives Wohnprojekt für Menschen mit Mehrfachbehinderungen und mit so genannten „erworbenen Hirnschädigungen“ entstehen.

Das Architekturbüro Architektur-Werk-Statt präsentierte Entwürfe für einen dreigeschossigen Bau nebst zurückgesetztem Staffelgeschoss. In den ersten drei Etagen sind 25 Appartements sowie Büro- und Gemeinschaftsräume geplant. Im Staffelgeschoss sollen sechs Wohnungen (sozialer Wohnungsbau) entstehen. Geplant ist zudem eine Tiefgarage.

FDP-Ratsherr André Klocksin sagte am Donnerstag im Rat, bei ihm habe sich ein Anwohner gemeldet, der berichtet habe, einen Anwalt eingeschaltet und dies der Gemeindeverwaltung am 14. Dezember mitgeteilt zu haben. Klocksin fragte, warum Bürgermeister Michael Berens (CDU) den Rat in der Sitzung am 17. Dezember, in der das Bauprojekt auf der Tagesordnung stand und Beschlüsse zum Entwurf der Änderung des Bebauungsplanes zur Erhöhung der möglichen Geschossigkeit gefasst wurden, nicht über die Klageandrohung informiert habe.

Berens entgegnete, die Offenlage hinsichtlich dieses Bauprojektes sei noch nicht beendet. Der Rat werde selbstverständlich zu diesem Verfahren eine Abwägungstabelle mit allen eingegangenen Stellungnahmen zur Verfügung gestellt bekommen, ehe weitere Entscheidungen anstünden.

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