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Plakataktion soll die Beschicker in Hövelhof unterstützen – teils dramatische Umsatzrückgänge

Nicht alle Händler sind mit dem Wochenmarkt zufrieden

Hövelhof

Schon seit mehreren Jahrzehnten gibt es den Hövelhofer Wochenmarkt. Seit drei Jahren ist der Platz zwischen Kirche und Pfarrheim der Standort. Aktuell sind nicht alle Händler mit der Kundenfrequenz und dem Umsätzen zufrieden. Jetzt hatten die Marktbeschicker Bürgermeister Michael Berens eingeladen, um mit ihm zu erörtern, wie der Wochenmarkt gestärkt werden könnte.

Meike Oblau

Michael Berens (links) erkundigt sich bei Kimberly Pohlmeyer und Christoph Schlingmann, wie die Geschäfte laufen. Foto: Meike Oblau

Die Händler empfinden sich als eine Gemeinschaft, hier will man sich nicht gegeneinander ausspielen, sondern an einem Strang ziehen. Fakt ist jedoch auch: Die Händler, die direkt zur Schloßstraße hin stehen (Obst und Gemüse Pohlmeyer sowie Geflügelhändler Andreas Hansel), können sich über mangelnden Kundenzuspruch nicht beklagen. Im weiteren Verlauf des Kirchplatzes aber wird die Besucherfrequenz merklich geringer. Hier, vor dem Pfarrheim, steht unter anderem der Verkaufswagen von Familie Schlingmann aus Espeln (Wurst, Kartoffeln).

„Seit einiger Zeit sind die Umsätze dramatisch zurückgegangen“, sagt Christoph Schlingmann und sieht dafür verschiedene Gründe: die Konkurrenz durchs neu eröffnete E-Center, die Corona-Pandemie, aber auch die monatelange Baustelle auf dem unmittelbar angrenzenden Hövelmarktplatz. „Dadurch haben uns auch lange Parkplätze für unsere Marktbesucher gefehlt“, sagt Schlingmann. Neben seinem Verkaufsstand gibt es im hinteren Bereich des Wochenmarktes noch einen Stand mit Antipasti und den Fischverkaufswagen von Saswan Al Gendo. Alle 14 Tage kommt zudem ein Händler, der griechisches Öl anbietet. „Wenn die Umsätze nicht bald wieder steigen, muss ich mir überlegen, ob es sich noch lohnt, den Hövelhofer Wochenmarkt weiterhin anzufahren“, sagt auch Fischhändler Saswan Al Gendo.

„Deswegen müssen wir jetzt gegensteuern, bevor die ersten Händler dem Markt den Rücken kehren“, ergänzt Christoph Schlingmann im Gespräch mit Michael Berens. Der Bürgermeister sagt, die Parkplätze am Hövelmarkt stünden jetzt wieder zur Verfügung, darüber hinaus müsse man sich gemeinsam Gedanken machen, wie man die Attraktivität des Marktes steigern könne. Im hinteren Bereich vor dem Pfarrheim müssten die Händler komprimierter stehen, damit den Kunden ein gemütlicher Rundgang ermöglicht wird, findet er.

Werben für den lokalen Einkauf und den Hövelhofer Wochenmarkt: Verkehrsvereins-Geschäftsführerin Angelika Schäfer und Hövelhofs Wirtschaftsförderer Thomas Westhof. Foto: Verkehrsverein Hövelhof

Zudem werben derzeit an 40 Standorten in der Gemeinde Plakate an den Laternen für das lokale Einkaufen und Genießen und den Frischeeinkauf auf dem Wochenmarkt. Die Gemeinde Hövelhof ist offiziell Veranstalter des Marktes. Die Plakataktion ist ein weiterer Baustein der Sennegemeinde innerhalb der Kampagne „Heimat Shoppen“

Initiator des Wochenmarktes ist vor mehr als 30 Jahren Gustav Theismann gewesen, anfangs standen die Marktstände in der Einkaufsstraße. Im April 2001 wechselte der Markt seinen Standort auf den Hövelmarktplatz, seit 2018 nun ist der Kirchplatz der Ort des Geschehens. Nun sollen gemeinsam Konzepte überlegt werden, damit bald hoffentlich wieder alle Händler gleichermaßen zufrieden sind. Geöffnet ist der Markt jeden Donnerstagvormittag, in kleinerer Besetzung auch Heiligabend und Silvester.

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