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Bäckerei Jüde und Frank’s Vinothek präsentieren in Hövelhof besonderen Stollen

Rosinen nehmen ein Whisky-Bad

Hövelhof (WB). »Man nehme einen guten Whisky und schütte ihn in den Teig«: So ähnlich könnte das Rezept lauten, das der Hövelhofer Bäcker Carsten Jüde gerade ausprobiert. Zusammen mit Frank Lörkens von Frank’s Vinothek hat er eine neue Hövelhofer Spezialität kreiert: Whisky-Christstollen.

Meike Oblau

Frank und Sandra Lörkens von Frank’s Vinothek sowie Sandra und Carsten Jüde von der gleichnamigen Bäckerei (von links) präsentieren den Whisky-Stollen. Foto: Oliver Schwabe

Seine Premiere feierte der »Whisky-Kuchen Stollen Art«, wie die neue Kreation offiziell heißt, am vergangenen Wochenende auf der Hausmesse in Frank’s Vinothek. An diesem Wochenende, 2. und 3. November, kommen auch die Besucher der Regionalmesse in der Delbrücker Stadthalle in den Genuss der Spezialität aus der Sennegemeinde.

Im Vorjahr gab’s die Amarena-Kirsch-Variante

»Es gibt immer weniger Bäckereien, die ihren Stollen selbst backen. Wir gehören dazu, weil wir der Meinung sind, dass das zu unserem Handwerk gehört«, sagt Carsten Jüde – und jedes Jahr probiert er etwas Neues aus: Voriges Jahr war es zum Beispiel Amarena-Kirsch-Stollen, es gibt auch Champagner-Stollen oder welchen mit Mohn, Quark, Marzipan – und neuerdings eben mit Whisky.

Die konkrete Sorte für das Rezept hat Frank Lörkens ausgesucht und sich für »King of Scots« (blended whisky) entschieden: »Für diesen Stollen braucht es einen Whisky, der ein gewisses Eigenleben hat, man muss ihn ja auch rausschmecken. Der ›King of Scots‹ bietet eine Mischung aus Kraft und Süße«, beschreibt Frank Lörkens.

Mit Schokolade glasiert

In der Backstube hat Carsten Jüde dann ausprobiert, wie man Teig und Whisky am besten kombiniert. »Ich tränke die Rosinen, die in den Teig kommen, drei Tage lang in dem Whisky«, beschreibt der Hövelhofer. Der fertige Stollen, der anders als herkömmlicher Stollen allerdings nicht aus Hefeteig besteht, sondern eher einem Sandkuchen ähnelt, wird von außen nochmals mit Whisky beträufelt und dann mit flüssiger Schokolade glasiert.

Nach einem ersten Test habe er nochmals den Rosinenanteil erhöht und den Schokoladenanteil im Teig reduziert, beschreibt der Bäcker. Etwa zwei Flaschen Whisky (je 0,7 Liter) benötige er auf 40 Kilogramm Teig. Den Stollen gibt es nun in drei Größen: zu 85, 200 und 800 Gramm. Der Stollen, sagt Carsten Jüde, erinnere an englischen Teekuchen: »Auch englische Bäcker verfeinern den Teig durchaus mit Spirituosen, oft mit Rum«, weiß er.

Teilnahme an der Stollenprüfung in Paderborn

Vorstellen wird die Bäckerei Jüde die neue Spezialität, neben anderen Stollen, auch im Rahmen der öffentlichen Stollenprüfung am Dienstag, 5. November, vor dem Paderborner Rathaus. Zu haben ist das brotförmige Gebäck bei Frank’s Vinothek an der Allee 25 sowie natürlich bei Jüde an der Paderborner Straße 12.

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