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Rückblick, Ausblick und Auszeichnungen in der Generalversammlung

Schützen suchen Oberst-Kandidaten

Hövelhof (WB). Wenn in den nächsten Monaten bei dem einen oder anderen aktiven Schützenbruder in Hövelhof abends mal Schützenoberst und Brudermeister Hubert Bonke sowie Oberstleutnant Ingo Buschmeier vor der Tür stehen, kommen die beiden Führungskräfte der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft vermutlich nicht, um nur ein Grillwürstchen mitzuessen und ‘ne Flasche Bier zu trinken. Bonke und Buschmeier wird es darum gehen, Nachfolger für das Spitzenamt in der Bruderschaft zu finden.

Jürgen Spies

Ehren-Diözesanschießmeister Franz Heinrichsmeier (links) und der neue Diözesanschießmeister Rudolf Bracht (rechts) überreichten den beiden Bataillonsschießmeistern – Achim Hofferberth (2. v.l.) und Heribert Rodehutscord (2. v.r.) – das Ehrenkreuz des Sports in Silber. Erster Gratulant war Bundesschützenkönig Hansi Lummer (Mitte) aus Sudhagen. Foto: Jürgen Spies

Die nächste Bataillonsvorstandswahl findet zwar erst 2022 statt, es gibt also keinen echten Zeitdruck, aber der angekündigte Wechsel muss in einer so großen Bruderschaft eben gut und länger vorbereitet werden. Die Kandidatensuche beginnt.

Zur Generalversammlung kam das Bataillon jetzt im Anschluss an den Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche in Riege im Schützen- und Bürgerhaus zusammen, wo nach dem gemeinsamen Mittagessen zunächst die Regularien und Jahresberichte abgearbeitet wurden. Hubert Bonke ging dabei noch einmal auf das glänzend verlaufene Jubliläumsjahr 2019 zum 100-jährigen Bestehen der Bruderschaft ein.

Über eine solide Finanzlage berichtete Schatzmeister Andreas Joachim, der außerdem die aktuelle Mitgliederzahl nannte: 2035.

Zehn Jahre Schützen- und Bürgerhaus

Dank sprach Joachim im Namen des Vorstandsteams allen aus, die sich für die Bruderschaft das ganze Jahr hindurch ins Zeug legen, darunter SuB-Geschäftsführer Matthias Vonderheide, die Bataillons- und Kompaniequartiermeistern, der “harte Kern” der großen Helferschar, Sponsoren und Spender sowie Doreen Bonke als “guten Geist unserer Halle.“

In einem Grußwort bezeichnete Bürgermeister und Schützenbruder Michael Berens das Jubelfest 2019 als “beste Werbung für Hövelhof und das Schützenwesen”. Man habe gezeigt, was eine intakte Gemeinschaft alles zu leisten vermag.

Das sei auch bei der Zentralen Gedenkstunde des des Landtages NRW, der Landesregierung NRW und des Volksbundes NRW im November in Hövelhof unter starker Beteiligung der Schützenbruderschaft deutlich geworden. Dafür habe es Lob von allen Seiten gegeben. Zum “Zehnjährigen des SuB sagte Berens: „Hier pulsiert das Leben!“ Der Rat der Gemeinde habe deshalb auch beschlossen, einen jährlichen Betriebskostenzuschuss (bis zu 20.000 Euro) als gemeindliche Unterstützung zu gewähren.

Schießmeister ausgezeichnet

Zur Ehrung zweier außergewöhnlich engagierter Schießsportler waren Ehren-Diözesanschießmeister Franz Heinrichsmeier und der neue Diözesanschießmeister Rudolf Bracht aus Salzkotten nach Hövelhof gekommen. Im Auftrag des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BdHDS) zeichneten sie die beiden Schießmeister der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft, Achim Hofferberth und Heribert Rodehutscord, mit dem Ehrenkreuz in Silber aus.

Heinrichsmeier, der die große und hochmoderne Schießsportanlage im Schützen- und Bürgerhaus der Sennegemeinde lobte (“einmalig im Bereich des BdHDS”), nannte Eckdaten in der Schützenlaufbahn der Geehrten.

Stichworte zu Heribert Rodehutscord: Mitglied der Bruderschaft seit 1982 (Mühlenkompanie), seit 2001 Mitglied im Vorstand der Schießabteilung; 2003 Schießleiterausbildung, etwa 850 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden beim Neubau des Schützen- und Bürgerhauses (SuB), verantwortlich beim Umbau der Anlagen auf die elektronische Trefferauswertung, Bataillonsvorstandsmitglied und als Bataillonsschießmeister verantwortlich für das jährliche Königsschießen; erfolgreicher Sportschütze bei Bezirks- und Diözesanmeisterschaften.

Stichworte zu Achim Hofferberth: Mitglied (Klausheider Kompanie) seit 1998, seit 2002 Vorstandsmitglied der Schießabteilung, Schießleiterausbildung, mitverantwortlich für die Durchführung der Diözesanmeisterschaften, mitverantwortlich für den Umbau der Schießsportanlagen im SuB auf elektronische Trefferauswertung; Bataillonsvorstandsmitglied und als Bataillonsschießmeister verantwortlich für das jährliche Königsschießen; Schützenkönig und Bezirkskönig 2014.

Zwei neue Reiteradjutanten

Mit einer Urkunde bedankte sich die Bruderschaft bei Tim Kesselmeier und Erwin Grabbe, die jetzt als Reiteradutanten nicht mehr zur Verfügung stehen. Als neue Reiteradjutanten werden nun Christoph Vonderheide und Jan Raum die Gruppe begleiten.

Mit dem Bataillonsverdienstorden bedankte sich die Bruderschaft bei Reinhard Mielemeier, der im vergangenen Jahr aufgrund eines Personalengpasses doch noch einmal das Pferd sattelte und als erfahrener Adjutant die Reitergruppe verstärkte.

Oberleutnant Reinhard Weisgut meldete sich in der Versammlung unter “Verschiedenes” zu Wort und regte unter anderem an, den Bataillonsvorstand zu verkleinern. Außerdem solle sich der Vorstand mal Gedanken darüber machen, die U30-Gruppen abzuschaffen (was in der Versammlung nicht ohne Widerspruch blieb).

Beschlüsse darüber und zu weiteren angesprochenen Themen (eventuell Wechsel der Biermarke) wurden nicht gefasst.

Oberleutnant Friedhelm Bonke sprach sich dafür aus, das Antreten zum Vogelschießen künftig immer – wie erstmals schon 2019 – in den Pfarrgarten zu verlegen.

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