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Spenden übergeben, Familie gerettet

Hövelhofer JVA-Mitarbeiter fahren in Flüchtlingslager

Hövelhof

Die Hövelhofer Justizvollzugsbediensteten Christopher Aschhoff und Malte Klahold haben kürzlich in einem rumänischen Flüchtlingslager Spenden an Geflüchtete aus der Ukraine übergeben. Sie hatten zu der Spendenaktion in der Justizvollzugsanstalt Hövelhof aufgerufen, bei der nach eigenen Angaben mehr als 1000 Euro zusammenkamen.

Christopher Aschhoff und Malte Klahold nehmen Polina und ihre Eltern mit nach Deutschland. Foto: JVA Hövelhof

Zudem konnten die Initiatoren Sachspenden – insbesondere Windeln, Feuchttücher, Medikamente, Babynahrung und Lebensmittel – in das Fahrzeug laden, mit dem sie sich auf die 17-stündige Fahrt nach Satu Mare in Rumänien machten.

In dem Lager angekommen, halfen Freiwillige beim Entladen des Fahrzeugs und „zeigten ein hohes Maß an Dankbarkeit“, so Aschhoff und Klahold. Dort lernten sie eine dreiköpfige Familie aus der Region Kiew kennen. Ihr Haus sei vollständig zerstört worden, war zu hören. Ein Koffer und ein Pappkarton waren das Einzige, was ihrer Erzählung nach blieb. Die Tochter Polina ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Da ihre medizinische Versorgung nicht in der Flüchtlingsunterkunft sichergestellt werden konnte, nahmen die Hövelhofer am nächsten Tag die Familie um Polina mit nach Bad Driburg, wo sie von Hilfsorganisationen in Empfang genommen wurden. Polina und ihre Eltern sind in einem barrierefreien Hotel untergekommen.

Für das Engagement der beiden Behördenmitarbeiter, bedankten sich innerhalb der JVA Kolleginnen und Kollegen. „Das Engagement von Christopher Aschhoff und Malte Klahold überschreitet jedes Maß an Aufrichtigkeit, es bewegt und macht Hoffnung“, fasste Felix Neumann, Pressesprecher der heimischen JVA den Dank zusammen.

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