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Neue Veranstaltung des Hövelhofer Vereins Sennekult kommt sehr gut an

Starke Premiere für die »Open Stage«

Hövelhof (WB). Der größte Star an diesem Abend ist noch recht klein. Aber obwohl sie erst sechs Jahre alt ist, hatte Lotta Regh überhaupt kein Problem damit, auf die Bühne an der Heidschnuckenschäferei zu spazieren und im Bäckerinnen-Outfit ein Gedicht aufzusagen. Die erste »Open Stage« des Sennekults fördert alt bekannte, aber auch ganz neue Talente zu Tage.

Meike Oblau

Die Band »The Wood And The Wire« bereicherte die Premiere der »Open Stage« auf dem Gelände der Hövelhofer Heidschnuckenschäferei. Foto: Meike Oblau

Für den Verein Sennekult ist es das Jahr der gelungenen Premieren: Im Januar überzeugte die Senne-Jazz-Nacht, und auch die »Open Stage« ist ein Konzept, das unbedingt beibehalten werden sollte. Da waren sich die mehr als 200 Besucher am Samstagabend einig. Künstler aus verschiedensten Genres hatten bis zu 20 Minuten lang die Gelegenheit, an diesem lauen Sommerabend auf dem idyllischen Gelände an der Sennestraße ihr Können zu präsentieren. »Wir wissen selbst nicht ganz genau, was auf uns zukommt«, sagte Sennekult-Vorsitzender Mathias Schlotmann zur Begrüßung – das Programm aber war eine Überraschung der positiven Sorte.

Aus dem angekündigten Trompeterquartett des Blasorchesters war kurzerhand ein Quintett geworden: Es ist eben auch diese Spontanität, die den Reiz einer solchen Veranstaltung ausmacht. Dafür waren die »Siene Puttkers« von Bürgermeister Michael Berens diesmal auf ein Trio geschrumpft. Die Band konnte sich aber der Textsicherheit des Publikums gewiss sein bei Hits wie der »Hövelhof-Hymne« oder »Die kleine Kapelle«.

Poetry-Slammer Thorsten Schmidtfranz hatte passend zum Ort des Geschehens ein Gedicht über schwarze Schafe geschrieben. Mitwippende Füße waren das Resultat, als der Stukenbrocker Matthias Nagel alias »Frost Finger« seine Songs mit Gitarrenbegleitung zum Besten gab. Er bekam, worüber er selbst am meisten schmunzeln musste, sogar schon beim Soundcheck Applaus. Mit Beifall geizte das Publikum auch nicht bei der Formation »The Wood And The Wire«, die sogar Dudelsackmusik mitgebracht hatte.

Jens Hensel alias Bossa Grande zeigte sein Können am Schlagzeug. Beste Eigenwerbung für das Jahreskonzert am 8. Juli am Apelhof betrieb das Hövelhofer Akkordeonorchester. Das Ensemble bewies mit flotten Hits von Abba und Michael Jackson, dass Akkordeon weit mehr ist als Shanty und Seemannsromantik. Es wäre schön, wenn sich die »Open Stage« zu einer festen Einrichtung mausern würde. Hövelhof hat mit Sicherheit noch viele weitere versteckte Talente.

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