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Hövelhofer Unternehmer verstirbt wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag

Trauer um Rudolf Henrichsmeyer

Hövelhof (WB/spi/mobl). Wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag ist am Samstag, 26. Oktober, der Hövelhofer Unternehmer Rudolf Henrichsmeyer gestorben. Jahrzehntelang war er geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Henrichsmeyer (Geha-Möbelwerke, Formaplan), die wie kein anderes Unternehmen die Entwicklung Hövelhofs zu einer modernen Industriegemeinde mitgeprägt hat.

Wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag ist der Hövelhofer Unternehmer Rudolf Henrichsmeyer gestorben. Foto:

In einem Nachruf bezeichnet das Unternehmen den Verstorbenen als »Pionier bei der Herstellung ökonomischer Schubkästen«. Im Jahr 1967 hatte Rudolf Henrichsmeyer im Alter von nur 28 Jahren nach dem plötzlichen Unfalltod seines Vaters Josef den 1928 als »Geha-Werke« gegründeten Möbelhersteller von einem Tag auf den anderen übernommen. Mit unternehmerischem Weitblick sowie ausgeprägtem Gespür für neue Anforderungen des Marktes entwickelte er das Unternehmen weiter. Aus der bis dahin noch weitgehend handwerklich geprägten Fertigung wurde durch den Einsatz modernster Maschinen der Weg zur industriellen Produktion geebnet. Ein weiterer Technologieschritt erfolgte Ende der 60er-Jahre mit der Aufnahme der Schubkastenfertigung.

1979 mit Formaplan zweites Standbein gegründet

1979 löste Rudolf Henrichsmeyer den Bereich der Zulieferungen für andere Möbelhersteller aus den Möbelwerken Geha heraus und schuf die Basis für das zweite Standbein der Gruppe, das Unternehmen Formaplan Holzwerkstoffe. Geha konzentrierte sich seitdem auf Produktion und Vertrieb hochwertiger Möbelprogramme.

Heute ist die Formaplan bedeutender Partner der Möbelindustrie in Deutschland und Europa. Seit 1993 zählt auch Ikea zu den Kunden des Hövelhofer Unternehmers, der nach der Wiedervereinigung schnell erkannte, wie wichtig es ist, die Industrie in Polen auf kurzen Wegen zu beliefern. Heute betreibt Formaplan zwei Produktionsstandorte in Polen.

Sohn Rolf seit 2005 alleiniger geschäftsführender Gesellschafter

Für die Kontinuität des Familienunternehmens hatte der jetzt Verstorbene bereits 2002 mit der Aufnahme seines Sohnes Rolf in die Geschäftsführung gesorgt. Seit 2005 ist Rolf Henrichsmeyer alleiniger geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe, die mehr als 400 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Gemeinde Hövelhof eng verbunden

In den mehr als 50 Jahren aktiver Unternehmertätigkeit hat sich Rudolf Henrichsmeyer immer mit großem Engagement um die Belange seiner Mitarbeiter gekümmert und sich für sie eingesetzt. Der Gemeinde Hövelhof ist die Familie Henrichsmeyer seit jeher eng verbunden. 1949 fand sogar das Schützenfest auf dem Firmengelände statt. Rudolf Henrichsmeyers Vater Josef war Mitbegründer und langjähriger Wehrführer der Feuerwehr, einige Jahre Oberst der Schützenbruderschaft und Ehrenbürger der Sennegemeinde. Die Verbundenheit der Gemeinde Hövelhof zur Unternehmensgruppe ist auch Reisenden sofort ersichtlich: Im Sennebahnhof steht eine 1948 gebaute, restaurierte ehemalige Rangierlok der Geha-Möbelwerke.

Trauerfeier in der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk

Nach langer Krankheit sei Rudolf Henrichsmeyer nun am Samstag sanft zu Hause eingeschlafen, heißt es aus dem Unternehmen: »Sein Weitblick und kluger Rat werden fehlen.« Die Trauerfeier findet am Samstag, 2. November, um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk statt. Dort liegen dann auch Kondolenzbücher aus. Nach der Trauerfeier ist die Beerdigung von der Hövelhofer Friedhofskapelle aus.

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