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CDU lehnt Infoabend zur Nutzung der Hövelhofer Krollbachaula ab

»Vereine wissen ausreichend Bescheid«

Hövelhof (WB/mobl). Die CDU-Mehrheit im Hövelhofer Ausschuss für Familie, Kultur und Sport sieht keine Notwendigkeit, den heimischen Vereinen die neue mögliche Nutzung der für knapp eine Million Euro renovierten Krollbachaula auf einem Infoabend vorzustellen. Die FDP hatte eine solche Infoveranstaltung beantragt, damit sich Vereine und Bürger ein Bild von der neu gestalteten Aula machen können und Fragen zu den Rahmenbedingungen und einer möglichen Nutzung für eigene Veranstaltungen stellen können.

Die Aula der Krollbachschule ist in den vergangenen Monaten für eine knappe Million Euro saniert worden und wird auch von Vereinen für Veranstaltungen genutzt. Foto: Besim Mazhiqi

Heinrich Thieschnieder von der CDU entgegnete auf den FDP-Antrag, den FDP-Politiker Benjamin Joachim im Ausschuss vorgestellt hatte, die Vereine seien ausreichend informiert: »Da muss sich die Politik nicht einmischen.« Thieschnieder präsentierte einen Nutzungskalender, der aufzeigte, dass die Aula in seit der Wiedereröffnung bereits an 59 von 312 möglichen Tagen des Jahres 2018 genutzt wurde beziehungsweise gebucht wurde: vom Sennekult, von Blasorchester, von der Volkshochschule oder dem Chor »A la carte«.

Joachim: »Warum holt man nicht noch mehr Vereine ins Boot?«

»Das ist hervorragend angelaufen und Mundpropaganda ist da vollkommen ausreichend«, bilanzierte Thieschnieder. Benjamin Joachim entgegnete, die Aufzählung der CDU habe gerade einmal vier bis fünf unterschiedliche Nutzer ergeben: »Warum holt man nicht noch andere Vereine mit ins Boot? Es wäre doch schön, wenn man einmal öffentlich über Dinge wie Gebühren, Reinigung, Termine oder die Größe möglicher Veranstaltungen informieren könnte. Ein solcher Infoabend tut keinem weh und dauert eine Stunde.«

Benutzungsordnung ist noch in Arbeit

Unterstützung bekam die FDP von den Grünen. Juliane Brauckmann sagte: »Es spricht doch nichts dagegen, noch mehr Vereine zu informieren.« Auf Nachfrage sagte Hauptamtsleiter Thorsten Langemeier in der Aussschusssitzung, es gebe derzeit noch gar keine aktuelle Benutzungsordnung für die umgestaltete Aula: »Die wird derzeit erarbeitet und ich gehe davon aus, dass sie im nächsten Sitzungsturnus nach den Sommerferien vorliegt.« Für nicht-kommerzielle Zwecke stelle die Gemeinde die Aula kostenfrei zur Verfügung. Benjamin Joachim schlug daraufhin vor, den FDP-Antrag auf einen Infoabend zu vertagen und neu zu diskutieren, wenn die neue Nutzungsordnung vorliegt.

Die Krollbachaula war aufwändig saniert worden. Die erste öffentliche Veranstaltung nach der Sanierung war der Auftritt des Kabarettisten Rainer Schmidt gewesen, der im März auf Einladung des Vereins Sennekult in der Aula aufgetreten war. Zuletzt hatte die Krollbachschule dort den Festakt zu ihrem 50-jährigen Bestehen gefeiert. Das Blasorchester probt regelmäßig in der Aula, führt seine Konzerte allerdings im Schützen- und Bürgerhaus durch, das mehr Zuschauer fasst.

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