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Kreis und Gemeinde Hövelhof sanieren 500 Meter langes Teilstück am Schulzentrum

Wieder freie Fahrt auf der Sennestraße

Hövelhof (WB/mobl). Besonders morgens wird es wuselig auf der Sennestraße in Hövelhof. Pünktlich zum Unterrichtsbeginn treffen Schulkinder per Bus, Rad, zu Fuß oder mit dem Elterntaxi ein. Ab sofort wird der Weg für sie und alle weiteren Verkehrsteilnehmer auf der Sennestraße sicherer – dank einer gemeinsamen Sanierungsmaßnahme des Kreises Paderborn und der Sennegemeinde. Die einjährige Bauphase ist nach Angaben des Kreises nun planmäßig abgeschlossen und die Straße wiedereröffnet.

Wünschen allen Verkehrsteilnehmern sichere Fahrt auf der Sennestraße (von links): Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens, Christoph Schön (Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Bau und Verkehr des Kreises), Landrat Manfred Müller, Dennis Kleewald (Bauamt der Gemeinde Hövelhof), Guido Löhr (Firma Schlotmann) und Roland Müller (Firma Schlotmann). Foto: Kreis Paderborn

Die Sennestraße (Kreisstraße 4) wurde seit dem Frühjahr auf einer Länge von rund 500 Metern zwischen der Raiffeisenstraße und dem Schulzentrum saniert. „Dank umfangreicher Abstimmung haben wir gleich vier Baumaßnahmen in einem durchgeführt und konnten dabei große Synergieeffekte erzielen“, begrüßen Landrat Manfred Müller und Bürgermeister Michael Berens (beide CDU) die effektive Zusammenarbeit. Damit Radfahrer und Fußgänger sicherer unterwegs sind, hat der Kreis an beiden Straßenseiten 1,5 Meter breite Gehwege für Fußgänger angelegt. Für Fahrradfahrer sind auf der nun 7,5 Meter breiten Fahrbahn Schutzstreifen markiert. Ein Fahrbahnteiler auf der Höhe des Schulzentrums erleichtert das Überqueren der ­Straße.

Buswendeschleife umgebaut und erweitert

Gleichzeitig baute die Gemeinde die Buswendeschleife am Schulzentrum um. „Zwei neu hinzugekommene Bussteige sorgen dafür, dass die Schüler auch zu Stoßzeiten ohne Gedrängel aus- und einsteigen können“, erklärt Bürgermeister Berens. Außerdem sind die Bussteige nun barrierefrei.

Da der Kreis die Straße für die Sanierungsarbeiten öffnen musste, nutzte das Hövelhofer Bauamt die Gelegenheit, um den Durchmesser der Regenwasserkanäle zu vergrößern. Gleichzeitig wurde eine zusätzliche Ringleitung verlegt, um die Trinkwasserversorgung zu verbessern.

„Wir danken allen Anwohnern für ihre Geduld“, betonen Landrat und Bürgermeister. Angesichts der umfangreichen Arbeiten seien Beeinträchtigungen unvermeidbar gewesen.

„Schüler erreichen jetzt sicherer ihr Ziel“

Daher haben Kreis und Gemeinde stets umfassend über die Baumaßnahme informiert. Vor Beginn der Maßnahme wurde eine Bürgerversammlung durchgeführt, jeden Donnerstag stand die Bauleitung Bürgern auf der Baustelle für Fragen und Anregungen zur Verfügung. „Die Schüler des Schulzentrums erreichen nun sicherer ihr Ziel, egal ob sie zu Fuß, mit dem Bus oder Fahrrad kommen“, freut sich Landrat Müller. An der Sennestraße befinden sich die Krollbachschule (Hauptschule) und die Franz-Stock-Realschule sowie das Jugendzentrum HoT.

Rund zwei Millionen Euro haben Kreis und Sennegemeinde in die Sanierung der Kreisstraße investiert. 940.000 Euro entfielen auf den Kreis für Planungs- und Baukosten. 60 Prozent der Gesamtkosten des Kreises wurden von der Bezirksregierung gefördert. 1,21 Millionen Euro entfielen auf die Gemeinde, wobei für den Umbau der Buswendeschleife der Zweckverband des Nahverkehr Westfalen-Lippe einen Zuschuss von 90 Prozent zahlte. Mit der Bauausführung wurde die Firma Mathias Schlotmann aus Hövelhof beauftragt. Die Bauaufsicht übernahm die Drilling & Schneider Ingenieur-Gesellschaft aus Delbrück.

Tempo 30 ist beantragt

In der Ratssitzung am Donnerstag sagte Bürgermeister Michael Berens, derzeit liefen Gespräche über eine Tempobegrenzung auf dem neu gestalteten Stück der Sennestraße : „Wir haben Tempo 30 eingefordert und hoffen, dass das dort umgesetzt wird.“

Als nächstes soll jetzt der Wanderparkplatz, den die Firma Schlotmann während der Bauarbeiten als Lager- und Parkplatz genutzt hatte, wieder hergerichtet werden. Dort ist eine Pflasterung vorgesehen.

Jetzt wird der Wanderparkplatz erneuert

Zudem wird auf dem Parkplatz gegenüber der Bifurkation ein Pilotprojekt für Hövelhof umgesetzt, sagte der Bürgermeister. Geplant sind dort im Boden versenkte Altglascontainer. Dies könne nicht nur optisch, sondern auch akustisch von Vorteil sein, sagte Michael Berens: „Wir hoffen, dass sich der Lärm, der unweigerlich beim Einwerfen von Altglas in Container entsteht, durch die im Boden versenkten Behälter deutlich reduziert. Das würde die Anwohner dort sicher freuen.“ Berens ergänzte, dass eine Umsetzung auch an anderen Standorten in der Sennegemeinde denkbar sei, wenn sich die versenkbaren Container an der Sennestraße auf dem Wanderparkplatz bewähren.

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