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Neue Malteser-Kita am Hollandweg in Hövelhof ist Donnerstag Thema im Ausschuss

Zahlreiche Anwohner nehmen Stellung

Hövelhof (WB). Die Gemeinde Hövelhof treibt die baulichen Planungen für die neue Malteser-Kita am Hollandsweg voran. Zahlreiche Anwohner nahmen die Gelegenheit wahr, im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung die Pläne im Bauamt einzusehen und dazu Stellungnahmen abzugeben. Am Donnerstag, 23. Januar, ist die Kita erneut Thema im Bauausschuss.

Meike Oblau

Auf diesem Grundstück am Hollandsweg soll die neue Kita bald gebaut werden. Foto: Meike Oblau

Zur Genehmigung der Kita-Pläne ist es baurechtlich erforderlich, das Grundstück zwischen dem geplanten Neubau und der Siedlung Wilhörster Teich als Bauland auszuweisen. Ein Bürger warf der Gemeinde in seiner Stellungnahme vor, bei der geplanten Umwandlung der landwirtschaftlichen Fläche in Bauland „entgegen geltender Bestimmungen getrickst“ zu haben. Das weist die Verwaltung zurück.

Außerdem will die Gemeinde Hövelhof auf eigene Kosten den bisherige Schotterweg zwischen Kita-Grundstück und dem Betriebshof von Bus Berens Richtung Mühlenschulweg ausbauen, damit künftig Eltern, die ihre Kinder zur Kita bringen wollen, diesen Weg nehmen und möglichst nicht vom Ortskern aus kommend über den schmalen Hollandsweg fahren.

Bedenken bei der geplanten Verkehrsführung

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung hätten Anwohner „mehrfach Bedenken hinsichtlich der Verkehrsführung geäußert “, heißt es aus dem Bauamt. So befürchtet ein Anwohner „bei Vollbelegung der Kita eine chaotische Situation“, wenn viele Kinder innerhalb eines kleinen Zeitfensters mit dem Auto gebracht würden. Ein weiterer Bürger schlug vor, eine Stichstraße von der Sennestraße aus direkt zur Kita zu bauen, parallel zur Zufahrt zum Gasthof Kersting. Das verkürze auch die Anfahrt zur Kita deutlich, schreibt der Einwender. Mehrfach wurde der Wunsch geäußert, zu verhindern, dass Eltern, die zur Kita fahren wollen, von der Straße „Wilhörster Teich“ aus den Hollandsweg ansteuern. Dort soll künftig ein Poller aufgestellt werden. Auch am Hollandsweg selbst gab es Überlegungen, einen Poller aufzustellen. Das hatten Anwohner allerdings bemängelt, so dass die Gemeinde auf diesen „Pömpel“ nun verzichtet und der Hollandsweg offen bleiben soll .

Neue Häuser dürfen nur ein Vollgeschoss haben

Auch die mögliche Bebauung des Areals hinter der Kita wurde neu geregelt – hier sollen nun nicht mehr wie ursprünglich geplant zweigeschossige Bauten möglich sein: „Den Anregungen der Bürger wurde gefolgt, so dass die Geschossigkeit auf ein Vollgeschoss minimiert wurde“, schreibt das Bauamt.

Kritik äußerten Bürger auch generell an der Wahl des Standortes. „Die Verwaltung hält an der Standortauswahl fest“, positioniert sich das Bauamt klar, es stünden auch keine Alternativen zur Verfügung. Anregungen gab es zudem auch hinsichtlich der Beleuchtungssituation und der Radwegeverbindung zu der neuen Kita, die im Sommer/Herbst diesen Jahres eröffnen soll. Die Gemeindeverwaltung kündigte an, ein Erschließungs- und Verkehrskonzept zu erarbeiten. Mit der Straßenverkehrsbehörde soll auch über Vorschläge wie Tempo 30 oder Ausweisung einer Fahrradstraße gesprochen werden.

Steinkäuze beeinträchtigt

Auch der Kreis Paderborn hatte sich zu den Plänen der Gemeinde geäußert und „Bedenken aus der Sicht von Natur und Landschaft“ geäußert, da sich in Teilen des Areals „geschützte Landschaftsbestandsteile“ befinden. Der Kreistag hatte allerdings im November eine Befreiung erteilt. Ein Gutachten hatte zudem ergeben, dass eine Bebauung Steinkäuze beeinträchtigen könnte. Für sie soll nun ein Nistkasten aufgehängt werden.

Wie mehrfach berichtet soll die Kita der Malteser nach und nach bis hin zu einer viergruppigen Einrichtung für bis zu 110 Kinder wachsen. Der ursprünglich geplante Kauf eines Grundstücks an der Delbrücker Straße war im vergangenen Jahr gescheitert , das Areal am Hollandsweg war dann der einzige so kurzfristig umsetzbare „Plan B“ . Gebaut wird die Kita von einem privaten Investor, den Malteser und Gemeindeverwaltung öffentlich nicht nennen möchten. Die Malteser werden die Immobilie nach Fertigstellung von dem Investor anmieten.

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