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Die Corona-Lage am Freitag, 23. September

Inzidenz im Kreis Paderborn auf rund 150 gesunken

Paderborn

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Freitagmorgen für den Kreis Paderborn eine Wocheninzidenz von 149,7  (-13,9)  ausgewiesen (Stand: 0 Uhr). Das entspricht 463 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen.

Bearbeitet von Lars Rohrandt

Symbolbild. Foto: dpa

Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle seit Pandemiebeginn beträgt laut Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) nun 104.962 – 83 mehr als am Vortag. 68 neue Fälle datiert die Einrichtung in Bochum auf Donnerstag (siehe unten: Melde- und Übermittlungsverzug).

Am Donnerstag lag die vom RKI tagesaktuell gemeldete Inzidenz bei 168,1, am Freitag vor einer Woche bei 226,7 und am Freitag vor einem Monat bei 354,5. Das LZG schätzt die Anzahl der aktuell Infizierten im Kreis auf 1800 (+200).

Das DIVI-Intensivregister gibt für den Kreis Paderborn an, dass 61 von 67 Intensivbetten belegt sind (1 Corona-Fall; Stand: 23.9., 9 Uhr). 

Inzidenzwerte

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am 23. September bei 243,4 (Vortag: 232,8) und in Deutschland bei 294,7 (281,4). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 240,9 (219,6) – Hochsauerlandkreis 244,4 (243,6) – Höxter 261,4 (246,4) – Lippe 235,4 (235,7) – Soest 182,6 (173,7).

Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.

Seit Pandemiebeginn sind im Kreis Paderborn 231 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion zu beklagen. Zuletzt war am 3. September ein Todesfall bekannt geworden.

Blick auf die Altersgruppen

Nach Angaben des LZG sieht die Inzidenz im Kreis Paderborn wie folgt bei den verschiedenen Altersgruppen aus (gerundet; Stand: 23.9., 0 Uhr)

0 bis 4 Jahre: 32
5 bis 9 Jahre: 20
10 bis 14 Jahre: 102
15 bis 19 Jahre: 63
20 bis 24 Jahre: 121
25 bis 29 Jahre: 176
30 bis 34 Jahre: 158
35 bis 39 Jahre: 160
40 bis 44 Jahre: 179
45 bis 49 Jahre: 206
50 bis 54 Jahre: 226
55 bis 59 Jahre: 269
60 bis 64 Jahre: 233
65 bis 69 Jahre: 107
70 bis 74 Jahre: 111
75 bis 79 Jahre: 140
80 bis 84 Jahre: 140
85 bis 89 Jahre: 74
90+: 225

Quellen: Robert-Koch-Institut (RKI), Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG), Kreis Paderborn

Impfungen

Impfungen in der Impfstelle des Kreises Paderborn in der Sälzerhalle in Salzkotten in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz:

Hintergrund

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie im Newsblog des WESTFALEN-BLATTES.

Das Infotelefon des Paderborner Kreisgesundheitsamts ist bei Fragen zu Corona, Impfungen und Quarantäne von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen.  Rückrufwünsche können jederzeit per E-Mail unter [email protected] hinterlassen werden.
www.kreis-paderborn.de/corona
www.kreis-paderborn.de/impfen
www.kreis-paderborn.de/schnelltest

Patienten mit Verdacht auf Corona können sich außerhalb der Öffnungszeiten der Hausarztpraxen an den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung, Telefon 116117 wenden. In Notfällen wie Atemnot oder starke Schmerzen im Herzbereich oder Brust sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält. Unter der Rufnummer 116117 werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung beantwortet – kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr.

Hier informiert die Bundesregierung zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung, und hier das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) NRW führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.“

Das Robert-Koch-Institut (RKI) dazu: "Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt." Der genaue Infektionszeitpunkt der gemeldeten Fälle kann in aller Regel nicht ermittelt werden. Das Meldedatum an das Gesundheitsamt spiegelt daher am besten den Zeitpunkt der Feststellung der Infektion (Diagnosedatum) und damit das aktuelle Infektionsgeschehen wider. Durch den Meldeverzug sind die Daten die letzten Tage in der Grafik noch unvollständig und füllen sich mit den in den kommenden Tagen nachfolgend übermittelten Daten auf.

Da die offizielle Corona-Inzidenz des RKI für den Kreis Paderborn nicht mehr das Infektionsgeschehen abbildete, wurde Ende Januar 2022 das Meldeverfahren des Kreises ans LZG verändert. „Bei dem derzeitigen Infektionsgeschehen schaffen wir es nicht mehr, alle Fälle mit Meldebogen an das LZG zu übermitteln. Wir haben uns deshalb darauf verständigt, erst einmal nur die Fallzahlen zu senden, und die Meldebögen im Nachgang nachzureichen“, sagte die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Constanze Kuhnert, am 27. Januar. Vom LZG gehen die Fälle ans RKI. Das Paderborner Kreisgesundheitsamt konzentriere sich "angesichts der derzeit explodierenden Zahlen auf seine originäre Aufgabe, die Eindämmung des Pandemiegeschehens", hieß es im Lagebericht des Kreises vom 3. Februar. Nach der Veränderung des Meldeverfahrens stieg die Inzidenz stark an und bildete das Infektionsgeschehen laut Kreis wieder ab.

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