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Paderborner Polizei warnt vor Betrügern

Kriminelle ergaunern mit „WhatsApp“-Masche knapp 3000 Euro

Paderborn

„Hallo Mama, ich habe eine neue Nummer...“ Die Paderborner Kreispolizei hat am Freitag vor Betrügern gewarnt, die mit „WhatsApp“-Nachrichten Geld ergaunern wollen. Diese Woche sind mehrere Strafanzeigen wegen dieser aktuellen Betrugsmasche aufgenommen worden. Meistens fielen die gefälschten „Nachrichten“ den vermeintlichen Opfern auf. Am Mittwoch hat ein Mann im Glauben, es handele sich um seinen Sohn, aber knapp 3000 Euro auf ein Konto der Kriminellen überwiesen.

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Symbolbild. Foto: Polizei Paderborn

„Wenn um eine Überweisung oder Geld gebeten wird, handelt es sich zu hundert Prozent nicht um Ihren Sohn oder Ihre Tochter, sondern garantiert um Betrüger!“, lautet die Warnung der Polizei.

Das 66-jährige Betrugsopfer hatte die Nachricht von einer unbekannten Nummer erhalten. Im Chat fragte er nach, um was es ginge. Sein vermeintlicher Sohn machte glaubwürdige Angaben zu einer Rechnung und schickte diese auch als Anhang. Die Rechnung müsse unbedingt „heute“ noch beglichen werden. Sicherheitshalber wählte der Vater die neue Nummer an - es nahm aber niemand ab. Wegen der „Dringlichkeit“ überwies er die Rechnungssumme von fast 3000 Euro. Am Donnerstag meldete sich seine Bank und machte auf die verdächtige Transaktion auf ein ausländisches Konto aufmerksam. Jetzt rief der Mann die vermeintlich alte Nummer seines Sohnes an. Er war sofort am Handy und der Betrug fiel sofort auf. Ob die Überweisung noch rückgängig gemacht werden kann, ist ungewiss.

Die Messenger-Masche ist laut Polizei seit mehreren Monaten auf dem Vormarsch. Wie bei vielen Betrugsarten gehen die Täter äußerst geschickt vor. Oft wird berichtet, dass das alte Handy beschädigt sei und nicht mehr funktioniere. Um Ausreden sind die Betrüger nie verlegen. Die Polizei warnt deswegen erneut und bittet um erhöhte Aufmerksamkeit.

Die Polizei gibt Tipps:

- Sollten Sie von einer Ihnen bekannten Person unter einer unbekannten Nummer kontaktiert werden, speichern Sie die Nummer nicht automatisch ab.

- Fragen Sie bei der Ihnen bekannten Person unter der „alten“ bekannten Nummer nach.

- Seien Sie bei Forderungen nach Geldüberweisungen über WhatsApp und andere Messengerdienste äußerst misstrauisch. Überprüfen Sie diese.

- Nutzen Sie alle Sicherheitseinstellungen Ihres verwendeten Nachrichtendienstes.

- Falls Sie nach einer Aufforderung bereits Geld überwiesen haben, nehmen Sie sofort Kontakt zu Ihrer Bank auf und veranlassen Sie eine Rücküberweisung.

- Stellt sich heraus, dass es sich um einen Betrug handelt, erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Löschen Sie keinesfalls den Chatverlauf – dieser ist für die kriminalpolizeilichen Ermittlungen von Bedeutung.

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