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Seit mehr als 60 Jahren Organist in Lichtenau-Asseln

Adolf Gemke feiert außergewöhnliches Jubiläum an der Orgel

Lichtenau-Asseln

Für sein 61. Dienstjubiläum als Organist konnte Adolf Gemke aus Lichtenau jetzt in der Pfarrkirche Johannes Enthauptung in Asseln zahlreiche Glückwünsche des Pfarrgemeinderates, des Kirchenvorstandes und der gesamten Gemeinde entgegennehmen. Im hohen Alter von 82 Jahren spielt Gemke auch weiterhin die Königin der Instrumente.

Von Helga Kloppenburg

Der Pfarrgmeinderat gratulierte zum Jubiläum. Im Bild  Adolf Gemke (2. von rechts) sowie (von links) Klaus Hahnke (Mitglied des Kirchenvorstandes), Elisabeth Schmidt (PGR-Vorsitzende), Pastor Stefan Stratmann und Johannes Krawinkel (Geschäftsführender  Vorsitzender des Kirchenvorstandes) . Foto: Helga Kloppenburg

Aufgrund der Corona-Situation und der damit einhergehenden Beschränkungen Anfang 2022 verzichtete die Gemeinde vor einem Jahr auf eine entsprechende Würdigung Gemkes zu dessen rundem Dienstjubiläum und holte dieses besondere Ereignis nun nach. Auch der Projektchor Asseln wirkte am vorangegangenen Gottesdienst mit, und somit wurde in einer anschließenden kleinen Feierstunde im Pastorat das Organistenjubiläum entsprechend gewürdigt.

Adolf Gemke hatte das Glück, schon mit elf Jahren das Klavierspiel zu erlernen. Denn seine Eltern, die in Lichtenau ein Bekleidungsgeschäft besaßen, hatten ein eigenes Klavier. „Der Klavierlehrer selbst kam aus Paderborn noch mit dem Bus“, berichtet der rüstige Senior. „Oeken Adolf“ – wie er in Asseln und Umgebung auch genannt wird – erlernte den Beruf des Kaufmanns und übernahm später das Geschäft seiner Eltern.

Seit dem 1. Januar 1962 begleitet er vorwiegend an Sonn- und Feiertagen und immer, wenn in Asseln die Glocken läuten, die Gottesdienste musikalisch an der Orgel. In Hakenberg und Ebbinghausen hilft er gerne am Harmonium aus. In seinen 61 Dienstjahren war er 27 Jahre regelmäßig auch in St. Kilian in Lichtenau Organist.

Froh war Gemke auch, dass er seit 1966 mit den Salvatorianer-Patern aus Sennelager zusammen mit dem Auto oder Taxi abgeholt wurde. Diese hatten bis 1980 beim Gottesdienst ausgeholfen. Die Anfangsjahre bis zu Beginn der 70er Jahre seien für Adolf Gemke und den jeweiligen Geistlichen eine sehr schöne Zeit gewesen.  Nach der Frühmesse sei es damals noch zum Frühstück in einzelne Asselner Familien gegangen, erinnerte der geschäftsführende Kirchenvorstandsvorsitzende, Johannes Krawinkel, in seiner Festansprache.

Er dankte Gemke im Namen der Pfarrgemeinde, des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes für dessen Treue, Zuverlässigkeit und für die musikalische Gestaltung der Gottesdienste in den vergangen 61 Jahren. Krawinkel überreichte neben einem Präsentkorb auch ein Dankschreiben des Erzbistums Paderborn sowie eine Urkunde des Pastoralverbundes Wünnenberg-Lichtenau. „Wir hoffen, dass Du uns noch weiterhin die Treue halten und hier mit uns die Gottesdienste feiern wirst“, ergänzte er.

In seinem Ruhestand als Kaufmann hat er bereits viele Studienreisen mitgemacht, bei denen er  auch gerne an den Orgeln in den verschiedensten Orten seine Leidenschaft unter Beweis stellte. „Nun danket alle Gott“ ist eines seiner Lieblingslieder, weil es „ein ökumenisches Lied ist und da können dann alle mitsingen“, sagt der 82-Jährige.

Seit inzwischen 61 Jahren spielt Adolf Gemke die Orgel. Sein rundes 60. Dienstjubiläum wurde jetzt nachträglich gefeiert. Foto: Helga Kloppenburg

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