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Bürger- und Energiestiftung schafft Defibrillatoren für Lichtenauer Ortsteile an

Ein Lebensretter für jedes Dorf

Lichtenau

Künftig wird es in jedem der 15 Dörfer im Stadtgebiet Lichtenau einen Defibrillator, kurz: Defi, geben. Die Bürger- und Energiestiftung Lichtenau ermöglicht diese Anschaffung.

wn

Künftig soll es mit Unterstützung der Bürger- und Energiestiftung in jedem der 15 Lichtenauer Ortsteile einen Defibrillator geben, der bei Herzproblemen Leben retten kann. Wo die Geräte in den Dörfern untergebracht sind und wer dort jeweils Ansprechpartner ist, zeigt unsere Grafik. Foto: Ebner, Grafik: Schlephorst

Die Stiftung verfolgt vielfältige Zwecke zur Unterstützung von ehrenamtlicher Arbeit in der Stadt Lichtenau. Ein Fokus liegt dabei auf der gesundheitlichen Vorsorge. Dazu passt das neue Projekt „Ein Defi für jedes Dorf“, das die Stiftung aufgelegt hat.

„Es lagen der Stiftung zwei Förderanfrage zur Anschaffung von Defibrillatoren vor. Innerhalb des Vorstandes und Kuratoriums haben wir uns dann schnell darauf geeinigt, dass die Anschaffung eines solchen Geräts für jeden Ort unserer Stadt sinnvoll ist“, erläutert Vorsitzender Reinhard Piepenbrock.

In Kleinenberg, der Kernstadt Lichtenau und in Atteln gibt es bereits öffentlich zugängliche Defis. Darüber hinaus hat die Stiftung nun bei allen verbleibenden zwölf Orten gefragt, ob Interesse an der Anschaffung eines solchen Gerätes besteht.

Vorausgesetzt, dass sich vor Ort verantwortliche Vereine für die Betreuung finden, stellt die Stiftung das Gerät samt klimatisiertem Wandhalterungskasten zur Verfügung und kommt für die anfallenden Kosten für die Wartung auf. Ein Defi hängt nun bereits in Hakenberg, Husen, Herbram, Herbram-Wald, Iggenhausen, Holtheim, Blankenrode, Henglarn, Ebbinghausen und Dalheim.

Das Gerät wird jeweils in einem eigens dafür installierten Wandkasten untergebracht und verfügt über eine Sprachfunktion. Sie aktiviert sich durch die Betätigung des grünen Startknopfes automatisch und leitet Ersthelfer bei der Nutzung an. So erhalten Patienten etwa nur dann einen gezielten Stromstoß, wenn das Gerät diese Notwendigkeit erkennt, beispielsweise bei einem Herzkammerflimmern. In diesem Fall sorgt das Auslösen eines elektrischen Impulses dafür, dass die normale Herzaktivität wieder einsetzt.

Die Kreisfeuerwehrzentrale in Ahden ist über die Standorte der Defibrillatoren in den Lichtenauer Ortsteilen informiert, sodass bei einem Notruf Ersthelfer gezielt zu den in ihrem Ort zentral zugänglichen Gerät geführt werden können.

In vielen Orten ist geplant, nach Ende der Corona-Pandemie, öffentliche Veranstaltungen zu organisieren. Dort können sich dann alle Interessierten über die Erste Hilfe mit einem Defi informieren lassen.

Die Bürger- und Energiestiftung investiert für das Projekt eine Fördersumme von rund 19.000 Euro.

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