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40 Ordensgemeinschaften präsentieren sich am Wochenende in Dalheim

Klostermarkt mit magischer Atmosphäre

Lichtenau-Dalheim

Mit Brüdern und Schwestern aus 40 Ordensgemeinschaften findet am Samstag und Sonntag, 27. und 28. August, der Dalheimer Klostermarkt statt. Weil er bereits zum 20. Mal seine Pforten öffnet, gibt es zum runden Geburtstag  einige besondere Programmpunkte.

Freuen sich auf den Dalheimer Klostermarkt am Wochenende: (von links) Museumsdirektor Dr. Ingo Grabowsky, Schwester Thekla Baumgart, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und Marktorganisatorin Eva Beyerstedt. Foto: Hanne Hagelgans

„Es ist schön, wieder hier zu sein“, findet Schwester Thekla Baumgart, „Dalheim ist immer ein bisschen wie nach Hause kommen“. Die Schwester der Benediktinerinnen St. Hildegard in Rüdesheim am Rhein ist von Anfang an beim Dalheimer Klostermarkt dabei. Sie und ihre Mitschwestern verkaufen unter anderem den Wein, der in der Abtei St. Hildegard hergestellt wird. Sie ist das einzige Klosterweingut in Deutschland, in dem Ordensfrauen noch aktiv mitarbeiten.

Klar, sagt Schwester Thekla, die gelernte Winzergesellin ist, freue man sich über die Einnahmen für die Klosterkasse. Doch den Reiz des Dalheimer Marktes macht für sie seit 20 Jahren etwas anderes aus: die ganz besondere, fast magische Atmosphäre der zwei Tage, die Besucher und Marktbeschicker gleichermaßen spüren, und die Gemeinschaft der Ordensleute untereinander.

Aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Frankreich, Polen, Österreich und Tschechien reisen sie an. Im Laufe der Jahre sind viele Kontakte und Freundschaften entstanden. „Es ist ein bisschen wie ein Familientreffen“, schmunzelt Schwester Thekla Baumgart.

Doch immer wieder sind auch neue Ordensleute dabei.  Dazu gehören in diesem Jahr etwa  Bruder Sebastién und Bruder Francis aus der Communauté de Taizé in Frankreich, die am Sonntag um 17 Uhr auch ein Taizé-Gebet im Konventgarten anbieten.

Bier, Wein, Liköre und Brände, Seifen und Naturkosmetik, Senf und Marmeladen, Kräuterkissen, Tees und Honig: Das alles und vieles mehr, das in Klosterküchen, -kellern und -werkstätten entsteht, findet sich am Samstag und Sonntag in Dalheim.

Klostermarkt mit regionalen Naturprodukten

Mit seinen regionalen  Naturprodukten passe der Klostermarkt eigentlich perfekt in die heutige Zeit, die sich nach Nachhaltigkeit und Achtsamkeit sehnt, findet Barbara Rüschhoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Kloster Dalheim. 

Sie hat den Markt  seit den bescheidenen Anfängen vor 20 Jahren, als das Kloster noch eine einzige Baustelle war, begleitet und wachsen sehen. Und sie genießt ebenfalls die ganz besondere, friedliche und gelassene Atmosphäre, die sich nie verändert habe: „Das ist eine schöne Kontinuität, die in einer so sehr veränderten Welt einfach gut tut.“

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens hat Marktorganisatorin Eva Beyerstedt sich für das Rahmenprogramm einige Besonderheiten einfallen lassen. So weckt eine Zeitreise in Bildern sicherlich bei vielen Stammgästen Erinnerungen. Und für Kinder gibt es dieses Mal besonders viel zu erleben: eine Klostermarkt-Rallye, spannende Werk- und Bastelangebote zum Mitmachen, einen Streichelzoo und natürlich den Kloster-Spielplatz, der sowieso immer einen Besuch lohnt.

Der Dalheimer Klostermarkt ist am Samstag und Sonntag in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Im Eintrittspreis von 6 Euro (ermäßigt 3,50 Euro) sind der Besuch des Klostermuseums und der aktuellen Sonderausstellung „Latein. Tot oder lebendig!?“ ebenso enthalten wie die Teilnahme an Führungen durch die Sonderausstellung, die Klosteranlage und die Klostergärten. Weitere Informationen und das komplette Rahmenprogramm finden sich online: www.dalheimer-klostermarkt.lwl.org.

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