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Neues Zuhause für Flora und Fauna: 14 Informationstafeln entlang der Altenau aufgestellt

Lehrpfad zwischen Kirchborchen und Husen schärft Blick auf die Natur

Lichtenau/Borchen

Zum Start der Freiluftsaison hat der Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge zusammen mit dem Wasserverband Obere Lippe (WOL) den neuen Lehrpfad zwischen Kirchborchen und Husen an der Altenau vorgestellt.

Von Hans Büttner

Uwe Jordan (Leader-Regionalmanager), Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Borchens Bürgermeister Uwe Gokel, Salzkottens Bürgermeister Ulrich Berger, Ralf Zumbrock (Leader-Regionalmanager) und Lichtenaus Bürgermeisterin Ute Dülfer (hinten von links) sowie Hans Bernd Janzen (Vorsitzender der Verbandsversammlung Naturpark), Birgit Hübner (Geschäftsführerin Naturpark) und Volker Karthaus (Geschäftsführer WOL/vorn von links) haben den neuen Lehrpfad vorgestellt. Foto: Johannes Büttner

Von der Quelle bei Bleiwäsche bis nach Borchen, wo die Altenau in die Alme mündet, gibt es am Rande des Rad- und des Wanderwegs viel zu entdecken. Bei ihren Touren durch das Tal der Altenau stoßen Wanderer und Radfahrer immer wieder auf besondere Sehenswürdigkeiten und Zeugnisse geschichtlicher Ereignisse. Jetzt bietet der Lehrpfad mit seinen 14 Informationsschildern zu den Renaturierungsmaßnahmen des WOL, zur besonderen Ökologie des Karstgewässers Altenau aber auch zur Geschichte des Baches mit seinen vielen Mühlen und dem verheerenden Hochwasser im Juli 1965 besondere Haltepunkte.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem neuen Lehrpfad den Blick auf unsere vielfältige Natur bei den Besuchern schärfen können“, sagte Hans Bernd Janzen, Vorsitzender des Naturparks, bei der offiziellen Eröffnung. Die Finanzierung des 10.000 Euro teuren neuen Altenau-Lehrpfads, der die Bezeichnung „Neues Zuhause für Flora und Fauna“ trägt, erfolgte durch Leader-Mittel (65 Prozent) und den Kreis Paderborn (35 Prozent). Text und Fotos auf den Tafeln haben Birgit Hübner (Geschäftsführerin Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge) und Volker Karthaus, Geschäftsführer des WOL, zusammengestellt.

Während sich 13 Informationstafeln zumeist in unmittelbarer Nähe des Radwegs befinden, wurde eine Tafel im Bürgerpark in Henglarn aufgestellt. Hier erfährt der Leser, dass es zur Aufgabe des Wasserverbands gehört, den Hochwasserschutz, die Gewässererhaltung und die Gewässerrenaturierung in den Landkreisen Paderborn und Soest an den insgesamt 510 Kilometer langen Fließgewässern zu gewährleisten. Besonders viele Renaturierungsmaßnahmen wurden seit 2004 an der Altenau realisiert. Die Altenau ist nach dem Hochwasser 1965, bei dem das Altenautal fast komplett unter Wasser stand, begradigt und tiefer ausgebaggert worden.

Die Ufer waren mit Steinschüttungen befestigt worden. Weiterhin wurden vier Hochwasserrückhaltebecken im Einzugsgebiet der Altenau gebaut. Zwar war somit der Hochwasserschutz gewährleistet, aber die Altenau war für viele Organismen nicht mehr durchgängig. Ziel der jetzigen Maßnahme ist es, die Altenau wieder zu einem naturnahen Gewässer zu machen, das sich anschließend eigenständig entwickelt.

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