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Frau in Lebensgefahr – Verursacher nach Flucht gefasst – acht Kilometer Stau

Schwerer Unfall: drei Verletzte auf der A44 zwischen Marsberg und Lichtenau

Marsberg/Lichtenau

Die Autobahn 44 in Richtung Bad Wünnenberg/Dortmund ist am Samstag stundenlang gesperrt gewesen. Grund war ein schwerer Unfall, bei dem eine Frau (49) lebensgefährlich verletzt wurde. Der Verursacher des Unfalls ist geflüchtet und wird von der Polizei gesucht.

Von Christian Müller

Die Autobahn 44 war am Samstag für mehrere Stunden gesperrt. Foto: Christian Müller/Symbolbild

Die Rettungskräfte der Feuerwehr und Polizei wurden gegen 11.30 Uhr alarmiert. Nach ersten Polizeiangaben kam es kurz hinter der Auffahrt Marsberg (Hochsauerlandkreis) zum schwerem Zusammenstoß zwischen zwei Fahrzeugen, als ein Autofahrer unvermittelt und ohne zu blinken vom mittleren auf den linken Fahrstreifen wechselte.

Weil der Autofahrer mit deutlich geringerem Tempo den Fahrstreifen wechselte, konnte ein Audi auf der linken Spur nicht mehr ausweichen und krachte mit hoher Wucht in das Heck eines VW. Die Autos schleuderten über die Fahrspuren und trafen einen dritten Wagen.

Der 47-jährige Fahrer des Audi wurde dabei leicht verletzt. Die 49-jährige Beifahrerin wurde durch die Kollision lebensgefährlich verletzt und von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit. Anschließend wurde sie per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Der 38-Jährige aus dem Schwalm-Eder-Kreis stammende Fahrer des VW wurde schwer verletzt und ebenfalls mittels Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus verbracht.

Für die Landung des Helikopters und die Rettungsarbeiten wurde die Autobahn in Richtung Dortmund für mehrere Stunden voll gesperrt. Stand 14 Uhr wurde ein Fahrstreifen von der Polizei freigegeben. Zwischenzeitlich staute es sich auf rund acht Kilometern Länge.

Weil sich der Unfallverursacher entfernt hatte, sei gegen ihn wegen Verdachts auf Unfallflucht ermittelt worden, erläuterte ein Sprecher der Polizei. Am Abend konnte der 60-jährige Mann schließlich ermittelt und angehört werden. Sein Führerschein wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Paderborn sichergestellt. Für die Zeit der Unfallaufnahme wurde die Straße gesperrt. Der Sachschaden soll bei 40.000 Euro liegen.

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