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Kommunalwahl: Kleinenbergerin will Josef Hartmanns Nachfolgerin werden

Ute Dülfer kandidiert für SPD und FDP

Lichtenau (WB). Bei der Kommunalwahl vor sechs Jahren gelang der Opposition aus SPD, FDP und Grünen in Lichtenau der große Coup. Sie hievte in der CDU-Hochburg den SPD-Bürgermeister Josef Hartmann in den Chefsessel im Rathaus. Was sich bewährt hat, soll noch einmal gelingen; diesmal allerdings ohne die Grünen. Für SPD und FDP soll es nun die parteilose Ute Dülfer (geborene Hagelüken) aus Kleinenberg machen.

Marion Neesen

Ute Dülfer möchte Bürgermeisterin in Lichtenau werden. Unterstützt wird die 48-Jährige aus Kleinenberg von den Sozialdemokraten und den Freien Liberalen mit (hinten von links) Wolfgang Scholle, Uwe Kirschner und Gerhard Bauer. Foto: Marion Neesen

„Ein echter Glücksfall“, sagen Wolfgang Scholle (SPD-Stadtverbandsvorsitzender), Gerhard Bauer (SPD-Fraktionsvorsitzender) und Uwe Kirschner (FDP-Fraktionsvorsitzender) unisono. Als die 48-Jährige bei Wolfgang Scholle anklopfte und sich anbot, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, war dieser innerhalb kürzester Zeit überzeugt: Hier stellt sich genau die richtige Nachfolgerin für Josef Hartmann vor. „Ich verfolge die Entwicklung der Stadt Lichtenau schon sehr lange und intensiv“, sagt die Kleinenbergerin, „und aufgrund meiner beruflichen Erfahrung und meines Werdegangs glaube ich, für dieses Amt sehr geeignet zu sein.“ Ute Dülfer hat im Baugeschäft ihres Vaters Willi Hagelüken zunächst eine Maurerausbildung absolviert und ein Studium angehängt. Als Diplom-Bauingenieurin ist sie im Gebäudemanagement der Stadt Paderborn Sachgebietsleiterin im Bereich Gebäudeunterhaltung (verantwortlich für 28 Mitarbeiter).

Ute Dülfer will parteilos bleiben

„Weit mehr als 20 Millionen Euro werden in den nächsten fünf bis sechs Jahren in Lichtenau investiert, in den Klimacampus, in die Grundschulen und die Realschule Plus. Das ist genau mein Metier, zu dem ich viel sagen kann“, sieht sich Ute Dülfer in ihrem Element.

Doch das Bauen soll nicht ihr einziges Thema sein. „Mit der Energiestadt Lichtenau ist Einiges erreicht worden“, lobt sie ausdrücklich die Arbeit Josef Hartmanns, „ich will mich aber auch um die Digitalisierung kümmern, die muss noch besser werden. Der Wald muss wieder aufgeforstet werden, und die Infrastruktur für Bildung und Familie will ich im Blick haben.“

Politisch ist Ute Dülfer bisher nicht in Erscheinung getreten und will auch parteilos bleiben. „Das ermöglicht mir einen neutralen Blick“, sagt die 48-Jährige, die mit Dirk Dülfer verheiratet ist und an dessen Seite 2009 Schützenkönigin in Kleinenberg war. Nachdem sie etwa fünf Monate ihre Kandidatur überdacht und ihr Mann gesagt hatte „Mach das, das ist was für Dich“, stand für die Kleinenbergerin fest, sich beruflich noch einmal verändern zu wollen.

Ergebnisorientiert, zielstrebig und ehrgeizig

Die sportliche Kandidatin läuft, radelt und schwimmt gern und hat in ihrem Heimatort viele Jahre eine Gymnastikgruppe geleitet. Auch als Lektorin war sie im Ehrenamt aktiv. Die Herausforderung, als Frau im männerdominierten Kreis Paderborn für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, nimmt sie gerne an. „Vielleicht habe ich ja einige Frauen auf meiner Seite“, sagt Ute Dülfer. Von ihren Mitarbeitern in der Stadtverwaltung Paderborn weiß sie, dass diese ihre Art schätzen, sie wieder „runterzubringen“. Sie selbst sagt von sich, ergebnisorientiert, zielstrebig und ehrgeizig zu sein sowie gute Menschenkenntnis zu haben.

Eigenschaften, die auch ihre Unterstützer schätzen. „Sie vereint alles, was wir uns von einer Bürgermeisterin wünschen“, sagt Uwe Kirschner. Gerhard Bauer blickt auf sechs erfolgreiche Jahre mit Josef Hartmann und eine angenehme Atmosphäre im Rat zurück. Mit einer parteilosen Bürgermeisterin könne diese Arbeit fortgesetzt werden.

Das sind die Kandidaten in Lichtenau

Mitte Juni soll Ute Dülfer endgültig zur Bürgermeisterkandidatin von SPD und FDP gewählt werden. Die Grünen in Lichtenau haben sich bereits für Martina Wolf-Sedlatschek entschieden. Die CDU wird ihren Kandidaten am 6. Juni im Schützenhof Paderborn nominieren. Nach ursprünglich vier Kandidaten treten nun mit Josef Eich, Ralf Zumbrock und Andreas Rehermann noch drei an. Claudia Keiter hat nach Auskunft des Stadtverbandsvorsitzenden Josef Meiwes aus persönlichen und beruflichen Gründen zurückgezogen.

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