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Lichtenau muss zu Windkraftplänen Borchens Stellung nehmen

Vorhaben ohne Probleme

Lichtenau (WB/han). Die Gemeinde Borchen stellt ihren Flächennutzungsplan in Sachen Windenergie neu auf. Dazu ist jetzt auch aus der Nachbarstadt Lichtenau eine Stellungnahme gefragt. Der Bauausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 20. Juni, mit dem Thema beschäftigen.

Die Gemeinde Borchen stellt ihren Flächennutzungsplan, in dem die Windvorrangzonen geregelt werden, neu auf. Dazu ist jetzt die Nachbarstadt Lichtenau um eine Stellungnahme gebeten worden. Das Foto zeigt Windräder in Borchen-Etteln. Foto: Jörn Hannemann

Wie der Vorlage der Verwaltung zu entnehmen ist, sind Konflikte zwischen den beiden Nachbarkommunen aber wohl nicht zur erwarten.

In zwei Bereichen, wird seitens der Verwaltung erläutert, berührten die Borchener Planungen die Grenzen der Stadt Lichtenau in »möglicherweise relevanter Nähe«. Dabei geht es zum einen um bereits bestehende Windkraftanlagen östlich von Dörenhagen in Richtung Bundesstraße.

Der dort bereits vorhandene Bestand an Anlagen wird auch im neuen Borchener Plan berücksichtigt und für die Zukunft gesichert. Unmittelbar daran grenzt allerdings ohnehin bereits eine Windkraft-Konzentrationszone der Stadt Lichtenau an. Eine Erweiterung der bereits vorhandenen Fläche finde nur in einem kleinen Teilbereich, in Nachbarschaft zum Pichtshof, statt. Daher sieht die Lichtenauer Verwaltung hier keine Probleme.

Lichtenauer Windpark Altenautal

Ähnlich gestaltet sich die Situation auch bei einer weiteren, süd-östlich von Etteln geplanten größeren Windkraft-Konzentrationszone. Diese Fläche grenzt unmittelbar nördlich an den vorhandenen Lichtenauer Windpark Altenautal an.

Nach Angaben des Kreises Paderborn seien in der geplanten Fläche auf Borchener Gebiet bereits mehrere Windkraftanlagen genehmigt. Eine Verschärfung der immissionsschutzrechtlichen Situation für Lichtenau sei daher durch die neuen Borchener Pläne nicht zu erwarten. Auch die Umzingelungswirkung auf Lichtenau werde dadurch nicht verstärkt.

Im weiteren Verlauf des Areals plant Borchen ebenfalls weitere Anlagen, sieht hier aber selbst aus unterschiedlichen Gründen ein hohes Konfliktpotenzial, sodass der Bau dieser Anlagen noch keineswegs sicher ist. Die Gemeindegrenzen zu Lichtenau seien in diesen Fällen aber ohnehin nicht direkt betroffen, so die Verwaltung. Denn die Entfernung zu den Lichtenauer Ortschaften betrage überall zwei Kilometer oder mehr, sodass keine Beeinträchtigung zu erwarten sei.

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