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Tscheche (61) war im März 2021 mit seinem Lkw auf ein Stauende gefahren

Nach A44-Unfall bei Lichtenau mit drei Toten: Angeklagter verstorben

Paderborn/Lichtenau

Im März vergangenen Jahres starben drei Männer aus Algerien bei einem schrecklichen Unfall auf der A44 bei Lichtenau. Der Lkw-Fahrer, der den Unfall verursacht hatte, wurde vor dem Amtsgericht Paderborn wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Einen Prozess gegen ihn wird es aber nicht geben: Der Tscheche lebt nicht mehr.

Von Ulrich Pfaff

Drei Menschen sind bei dem verheerenden Unfall am 9. März 2021 ums Leben gekommen. Foto: Johannes Büttner

Zunächst hatte das Amtsgericht Paderborn einen Hauptverhandlungstermin am 18. März angesetzt. Dieser konnte jedoch nicht stattfinden, weil der Lkw-Fahrer, der die tödliche Kollision verursacht haben sollte, als unauffindbar galt. Deshalb wurde das Verfahren kurz darauf vorläufig eingestellt. Mittlerweile ist das gesamte Strafverfahren erledigt: Nach Beschluss des Amtsgerichts wurde es eingestellt – laut Strafprozessordnung liegt ein so genanntes Verfahrenshindernis vor, da der 61 Jahre alte Angeklagte verstorben sei.

Der tragische Vorfall hatte sich am 9. März 2021 auf der A44 in einem Rückstau vor einer Baustellen bei Lichtenau ereignet. Zwei Lkw waren dem Stauende noch ausgewichen. Ein BMW mit spanischem Kennzeichen wurde jedoch von einem Sattelzug aus Tschechien, der hinter ihm fuhr, auf einen stehenden Lkw geschoben und vollkommen zerquetscht. Die drei Insassen – algerische Staatsbürger im Alter von 41 und 44 Jahren – wurden getötet.

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