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K69: Unbekannte ziehen Sperrbarken und Schilder in Graben – Bad Lippspringe: Heilwald und Waldfriedhof gesperrt

Nach Unwetter: Autofahrer missachten im Kreis Paderborn Straßensperren – Polizei: „Gefährlicher Leichtsinn“

Paderborn/Lichtenau/Bad Lippspringe/Büren

„Gefährlicher Leichtsinn“: Mehrfach hat die Polizei im Kreis Paderborn festgestellt, dass sturmbedingte Straßensperren von Autofahrern missachtet werden. Das sei nicht nur ordnungswidrig, sondern auch höchst gefährlich, so Polizeisprecher Michael Biermann am Freitagmorgen.

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Von Büren nach Haaren: Die L754 durch den Haarener Wald ist am Freitagvormittag weiterhin gesperrt. Foto: Hanne Hagelgans

Bereits am Donnerstag hatte ein Lastwagenfahrer, wie berichtet, die Sperrung der K26 zwischen Lichtenau und Willebadessen missachtet. Vor einem quer über die Straße liegenden Baum hatte er gewendet und sich dabei festgefahren. Die dort eingesetzte Polizeistreife nahm dem Fahrer die vorgesehenen 50 Euro Verwarnungsgeld für die Missachtung der Sperrschilder ab. Zudem musste er das Bergungsunternehmen direkt vor Ort bezahlen – Kosten: 120 Euro.

Freitagmorgen stoppte die Polizei dann vier Autos und ein Baufahrzeug auf der weiterhin wegen akut umsturzgefährdeter Bäume voll gesperrten Strecke. Alle Fahrer, darunter ein 17-Jähriger mit Sonderfahrerlaubnis, mussten die 50 Euro Verwarngeld entrichten.

Auf der gesperrten K69 zwischen Meerhof und Lichtenau-Blankenrode hatten Unbekannte über Nacht die Sperrbaken und Schilder in den Graben gezogen, sodass Autofahrer vor zahlreichen umgekippten Bäumen standen und umdrehen mussten.

Derzeit sind laut Polizei weiterhin gesperrt sind (Stand: ca. 10 Uhr):

  • die K26 und die K69 auf Lichtenauer Gebiet
  • die L755 von Altenbeken nach Bad Driburg-Langeland
  • die L754 durch den Haarener Wald bei Büren
  • in Büren-Brenken die Straße Frehe
  • in Büren-Harth der Grünnenweg.

Waldfriedhof Bad Lippspringe: Beisetzungen verschoben

Mit Blick auf das ab Freitagnachmittag angekündigte Sturmtief kann es zu weiteren Straßensperrungen und Gefahrensituationen im Straßenverkehr kommen.

Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer:

  • Setzen Sie sich keiner Todesgefahr aus – beachten Sie strikt alle Straßensperrungen!
  • Fahren sie besonders vorsichtig und vorausschauend.
  • Rechnen sie mit seitlichen Windböen, die ihr Auto erfassen können.
  • Planen Sie mehr Fahrzeit als üblich für Ihre Fahrten ein.
  • Kommen Sie gut durch den nächsten Sturm!
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