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Der Kreistag muss die Gelder freigeben, bezahlen werden es aber die Kommunen

Nahverkehr im Kreis Paderborn braucht 765.000 Euro zusätzlich

Paderborn

Die gestiegenen Dieselpreise machen den Busunternehmen, die den Nahverkehr im Kreis Paderborn fahren, zu schaffen. Der Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter (NPH) hat einen Millionenzuschuss bewilligt, an dem der Kreis Paderborn seinen Anteil leisten muss.

Ein Bus im „Fahr mit“-Design in Delbrück, der eigenwirtschaftlich verkehrt. Foto: NPH

Die Preissteigerungen haben den Nahverkehrsunternehmen erheblich Kapital entzogen, steht in der Vorlage für den Kreisfinanzausschuss und den Kreistag, die beide am 22. August tagen. Weiter heißt es darin: „Dies könne dazu führen, dass einige Unternehmen diese Situation wirtschaftlich nicht überstehen, was die Einstellung von Linien zur Folge hätte.“

Bisher gleicht der NPH die Kostensteigerung der Busunternehmen auf Basis einer Preisindexentwicklung für Dieselkraftstoffe einmal pro Jahr aus. Nun wurde entschieden – auch um den Schüler- und Linienverkehr aufrecht zu erhalten – die Kosten monatlich anzupassen. 

Die Vorlage geht von 1,3 Millionen Euro an außerplanmäßigen Mehrkosten aus, von denen nach Fahrplankilometer aufgesplittet 765.000 Euro auf den Kreis Paderborn entfallen. Aktuell laufen Verhandlungen mit den Unternehmen. 

Innerhalb des Kreises wird der Betrag nach einem noch abzustimmenden Verteilschlüssel auf die Kommunen verteilt. Die Kreise sind verpflichtet, bei Liquiditätsengpässenen des NPH einzuspringen.

Der NPH muss aber nur für Linien zahlen, die gemeinwirtschaftlich verkehren, also von dem Verband bestellt wurden. Dies betrifft im Paderborner Kreisgebiet die Linienbündel 1 (Delbrück), Linienbündel 2 (Bad Lippspringe Hövelhof), Linienbündel 6 (Paderborner Hochfläche) und seit 1. August das Bündel 7 (Lichtenau). Wie diese Kosten innerhalb des Kreises verteilt werden, ist noch offen. Es soll demnach ein mit den Kommunen abzustimmender Verteilschlüsse angewendet werden.

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