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Pastoralverbund Delbrück-Hövelhof: Neues ausprobieren, Streit wagen und Versöhnung leben

Neuer Gesamtpfarrgemeinderat gesegnet

Delbrück/Hövelhof

Als Abschluss eines Klausurtages feierten die neu gewählten Mitglieder des Gesamtpfarrgemeinderates des Pastoralverbundes Delbrück-Hövelhof eine besondere Vorabendmesse. In St. Johannes Baptist wurden sie feierlich in den Dienst gestellt und für ihre Aufgabe von Pfarrer Bernd Haase gesegnet.

Vor dem Pastorat sammelten sich die neuen Mitglieder des Gesamtpfarrgemeinderates des Pastoralverbunds Delbrück-Hövelhof zum Gruppenbild: Pfarrer Bernd Haase (4. von rechts) hatte sie zur Vorabendmesse eingeladen, in der er die neuen Gemeinderatsmitglieder auch für Ihre neue Aufgabe segnete. Foto: thoering-wortart.de

Pfarrer Haase war – wie auch Diakon Lambertus Stallein – dem liturgischen Farbkanon entsprechend in eine rosafarbene Kasel gewandet. „Der aufgehellte Farbton des Violetts der Fastenzeit macht uns deutlich, dass wir uns mit Blick auf das näher rückende Osterfest freuen können. Eine Farbe, die uns einlädt zur Freude, aber auch zu Buße und Einkehr“, erläuterte Haase den Laetare-Sonntag, mit dem Ende März die Mitte der Fastenzeit überschritten war.

In seiner Predigt nahm Haase die gut 100 Gottesdienstbesucher dann mit auf einen Weg von der Einkehr über die Freude bis hin zur „Fehlerfreundlichkeit“. Die Fehlerfreundlichkeit sei ein Begriff, der ihm in Schreiben Erzbischofs Hans-Josef Beckers begegnet sei, erklärte Haase und beschrieb: „Wenn wir uns heute fragen, wie es gelingen kann, das Evangelium zu den Menschen zu bringen und das Gemeindeleben aktiv zu leben, dann ist klar, dass wir dabei auch Fehler machen. Dabei ist es in jedem Fall besser, Fehler zu machen und sie zu korrigieren, als ,nur weiter zu machen wie bisher‘ und nichts zu verändern. So verstehe ich Fehlerfreundlichkeit.“

In diesem Sinne lud er die Anwesenden und vor allem die neu in den Dienst gestellten Gesamtpfarrgemeinderats-Mitglieder ein, viel Neues in den Gemeinden zu wagen, aktiv zu sein, Menschen zu ermutigen und anzusprechen. Es dürfe auch mal etwas gegen die Wand fahren. Aus Fehlern lerne man schließlich am meisten. Dass in der Messe von Diakon Stallein vorgetragene Gleichnis vom verlorenen Sohn, der viel falsch gemacht hatte, aber zurückgekehrt und dann vom Vater mit offenen Armen empfangen wurde, sei das schönste Beispiel dafür, wie Menschen versöhnend statt bestrafend handeln sollen.

Haase lud die Anwesenden ein: „Ich will ermutigen, wohlwollend mit den Menschen umzugehen und sie immer wieder zu bestärken, neu anzufangen. Denn ich bin der tiefen Überzeugung, dass ein Umgang ohne Angst vor Strafe Kraft wecken und Mut machen kann. Gott ist immer an unserer Seite.“ Nach der Segensformel für die neuen Ehrenämtler, die Haase auch einschloss, miteinander Streit zu wagen wie auch Versöhnung zu leben, gab es stehenden Applaus.

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