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Löschzüge bei 41 sturmbedingten Einsätzen gefordert

Orkantief lässt in Delbrück zahlreiche Bäume umstürzen

Delbrück

Der Sturm hat in Delbrück erhebliche Schäden verursacht. Hier eine erste Bilanz.

Von Axel Langer

16./17. Februar 2022: Orkantief über Delbrück. Auch dieses Stoppschild an der Kreuzung Lipplinger Straße / Kaunitzer Straße wurde umgeweht. Foto: Axel Langer

Die Delbrücker Feuerwehr hatte sich schon im Vorfeld auf alle Eventualitäten eingerichtet: Im Gerätehaus in Delbrück wurden Vorbereitungen für eine örtliche Einsatzleitung und einen Stab getroffen. Räume hergerichtet, Computer aufgebaut und auch Absprachen mit dem Verpflegungstrupp des DRK wurden getroffen. Gegen Mitternacht trafen dann die ersten heftigen Böen im Delbrücker Land ein. Die ersten Einsätze folgten dann ab 0.30 Uhr. Insgesamt kamen bis 8.30 Uhr 41 Einsätze im gesamten Stadtgebiet zusammen.

Bäume blockieren Fahrbahnen

„Zum überwiegenden Teil waren Bäume umgestürzt und blockierten Fahrbahnen. Die haben wir dann klein gesägt und beiseite geräumt“, so der stellvertretende Wehrführer Ralf Fischer. In zwei Fällen waren Autos mit den Bäumen kollidiert. Es gab glücklicherweise keine Verletzten und blieb bei Sachschäden. Gegen 1.54 Uhr in der Nacht wurde beispielsweise der Löschzug Delbrück auf die Graf-Meerveldt-Straße alarmiert. Hier blockierte ein Baum die Fahrbahn. Zwei weitere mächtige Kiefern drohten umzukippen und die Kronen neigten sich bedenklich weit über die Fahrbahn, so dass sich die Feuerwehrleute entschlossen die potentielle Gefahrenquelle zu beseitigen. Die Anfahrt erwies sich als echter Slalomparcours. Im Stadtgebiet waren etliche Mülltonnen umgeweht und der Müll verteilte sich auf der Fahrbahn.

Trampolin weht gegen Straßenlaterne

Ab 6.30 Uhr häufte sich dann das Einsatzaufkommen, so dass die örtliche Einsatzleitung besetzt wurde und alle Einsatzmeldungen von der Leitstelle in Ahden per Fax ins Delbrücker Gerätehaus geschickt wurden. „Wir priorisieren hier und arbeiten dann die Einsätze ab“, erläuterte der stellvertretende Wehrführer Johannes Appelbaum. Neben umgestürzten Bäumen galt es auch ein gegen eine Straßenlaterne gewehtes Trampolin zu bergen. „Alles in allem sind wir bislang glimpflich davon gekommen“, so Wehrführer Johannes Grothoff. Alle sechs Standort der Delbrücker Feuerwehr waren besetzt, so dass die Löschzüge schnell und mannstark zur Verfügung waren.

Gegen 8.30 Uhr konnte dann der Stab im Delbrücker Gerätehaus wieder aufgelöst werden. Die Alarmierungen erfolgten dann wieder über die Funkmeldeempfänger.

Verfolgen Sie die weitere Entwicklung in unserem Newsblog zum Sturmtief.

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