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Paderborner Verwaltung legt Standorte für zunächst 236 Gehölze fest

1000 zusätzliche Bäume in vier Jahren

Paderborn

Tausend Bäume sollen in den kommenden vier Jahren im gesamten Stadtgebiet Paderborn zusätzlich neu gepflanzt werden. Einige von ihnen sollen künftig auf Spielplätzen Schatten spenden.

Von Ingo Schmitz

Der Spielplatz Tausendquell (Detmolder Straße/Herbert-Schwiete-Ring) soll fünf neue schattenspendene Bäume bekommen. Foto: Oliver Schwabe

Das berichtete Jessica Schütte, die neue Leiterin des Paderborner Amtes für Umweltschutz und Grünflächen, in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Mobilität.

Im März hatte der Ausschuss diese Initiative beschlossen. Ziel ist es, in den kommenden vier Jahren jeweils 250 Bäume an verschiedenen Standorten zu platzieren. Dabei sollen keine zarten Jungpflanzen, sondern vorrangig hochstämmige Laubgehölze verwendet werden, wie Schütte im Ausschuss berichtete. Somit sei auch gesichert, dass der schattenspendende Nutzen der Bäume recht schnell erreicht sei.

Die ersten 236 Bäume sollen im Zeitraum von November 2021 bis März 2022 gepflanzt werden. Besonders Spielplätze sind dabei im Fokus. Dazu gehören die Anlagen im Bereich Kaukenberg, Lieth, Tausendquell, Stieglitz, Quinhagen, Padersee, Meilfesweg, Nesthauser Straße, Am Börnteich, Mackensenweg, Paul-Gerhardt-Straße, Merschweg, Ansgarstraße und Bürgerpark.

Allein 20 Bäume sollen darüber hinaus beim Rolandsbad und am Maltaweg neu gepflanzt werden. Weitere Standorte sind das mittlere Paderquellgebiet (8) und die Ausgleichflächen im Bereich Goldgrund (25), Tausendquellpark (8), Hagenbach (12), Elser Holz (10), Obstwieser Wewer (8) sowie auf dem Dören (15) und Lothewiesen (15).

Allein am Wirtschaftsweg Bückeler Weg/Grüne Drift sind 50 Anpflanzungen geplant. Insgesamt 87.500 Euro sind für den ersten Rutsch im Haushaltsplan einkalkuliert.

Die Mitglieder des Umweltausschusses lobten ausdrücklich die Maßnahme, wobei auch ausdrücklich dafür geworben wurde, Standorte in der Innenstadt zu wählen, um das dortige Mikroklima positiv zu beeinflussen. Das forderten unter anderem Ulrich Koch (SPD) und Martina Gamm (Grüne). Andreas Siegmund (Die Fraktion) geht das Maßnahmenpaket nicht weit genug. „Das klingt hier eher nach schöner Wohnen.“ Ein echter Beitrag für den Klimaschutz sei dies noch lange nicht.

Ähnlich sah das auch Ausschussmitglied Johannes Lackmann, Sachkundiger Bürger der Fraktion FBI/Volt. Er verwies darauf, dass manche Schützenvereine in der Region in ihren Ortschaften bis zu 1000 Bäume allein an einem Wochenende pflanzten. „Ich kann nicht verstehen, dass hier so ein Bohei gemacht wird“, stellte Lackmann fest.

Umweltamtsleiterin Jessica Schütte betonte, dass es sich bei den Gehölzen um zusätzliche Pflanzungen handele. Die Suche nach weiteren Standorten sei bereits in Arbeit.

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