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Paderborn macht Ernst mit lustig: Carsten Hormes zieht Bilanz

»10.000 Zuschauer erreicht«

Paderborn (WB). Zweieinhalb Wochen lang haben sich beim Kabarett-Festival »Paderborn macht Ernst mit lustig« die Künstler die Klinke in die Hand gegeben. WV-Redakteur Ingo Schmitz hat Carsten Hormes, künstlerischer Leiter des Kulturbüros OWL, um eine Bilanz gebeten.

Ob Sebastian Pufpaff, Hagen Rether oder Storno (rechts, von oben): Nach 16 Veranstaltungen aus den Bereichen Kabarett und Comedy zieht der künstlerische Leiter Carsten Hormes (großes Foto) eine positive Bilanz der Reihe »Paderborn macht Ernst mit lustig«. Foto:

Zweieinhalb Wochen Kabarett und Comedy, Sie waren jeden Abend dabei. Herr Hormes, wie geht es Ihrem Zwerchfell?

Carsten Hormes: Bestens, danke der Nachfrage! Es ist ja vermutlich mein besttrainiertes Körperteil, denn schließlich machen wir auch ohne Festival fast Hundert Veranstaltungen im Jahr, und das schon seit Jahrzehnten.

Ist für Sie mit dieser Mammut-Reihe ein Traum in Erfüllung gegangen?

Carsten Hormes: Das kann man wohl sagen. Bei der Namensgebung unserer Firma haben wir uns ganz bewusst für den Zusatz »OWL« entschieden. Wir glauben nicht nur an die Region, wir wissen, dass hier besondere Menschen leben, die einen ganz besonderen Humor haben. Deshalb macht es so viel Spaß, hier Veranstalter zu sein für ein anspruchsvolles Publikum, das gute Unterhaltung zu schätzen weiß. Wir wussten, dass Paderborn nach dem Salzburger Stier 2016 reif war für ein solches Festival und sind sehr froh, dafür solch starke Partner wie den Verein »Paderborn überzeugt« und den WDR gefunden zu haben. Gut drei Wochen am Stück ein Schaulaufen unserer Lieblingskünstler – das ist schon ein Traum.

Sie haben Besuchermassen angezogen. Wie viele waren es insgesamt?

Carsten Hormes: Skeptiker haben ja daran gezweifelt, ob aus und nach Paderborn genügend Menschen kommen würden, um dieses geballte Angebot erfolgreich zu machen. Wir können nur sagen, unser auch von weither angereistes Publikum hat uns nicht enttäuscht. Die Auslastung war auch bei gutem Wetter und Ferienzeit überwältigend gut und wir konnten mehr als 10.000 Gäste bei den 16 Veranstaltungen begrüßen.

Welcher Künstler hat Sie am meisten überzeugt oder überrascht?

Carsten Hormes: Wir wissen natürlich sehr genau, wen wir einladen. Insofern gab es keine echte Überraschung, aber jede Menge großartiger Abende. Es macht immer wieder Freude zu sehen, dass Künstler wie Hagen Rether, Max Uthoff oder Sebastian Pufpaff die Halle inzwischen nahezu mühelos füllen. Das sind einige der Namen, an die wir schon seit Jahren glauben und deren Karriere wir von Anfang an mit begleiten konnten. Es macht eben ein gutes Stück weit zufrieden, wenn man den richtigen Riecher hatte...

Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen?

Carsten Hormes: Wir müssen jetzt erstmal ein bisschen sacken lassen, auch mal ausschlafen und uns dann zusammen setzen, um ein Fazit zu ziehen. Besser werden wollen wir immer, und man muss mal sehen, an welchen Schrauben wir da drehen werden.

Einige Abende haben es ins Radio/TV geschafft. Welche Rückmeldungen hat es da gegeben?

Carsten Hormes: Als ich zum ersten Mal die Halle im TV-Bühnen-Outfit gesehen habe, war ich richtig sprachlos. Und bei den Aufzeichnungen war die Atmosphäre im Saal einfach grandios: Stehende Ovationen, Mitklatschen, Mitsingen und große Begeisterung. Das wird man auch im Radio hören und im Fernsehen sehen. Unsere Gäste aus Köln waren offenbar sehr positiv überrascht von Paderborn und auch vom Paderborner Publikum, das sie so herzlich empfangen hat.

Sie haben mit dem WDR einen öffentlich-rechtlichen Sender als Partner ausgewählt, der über große finanzielle Ressourcen verfügt. Was war Ihre Intention?

Carsten Hormes: Wir arbeiten seit sehr vielen Jahren gerne und erfolgreich mit WDR5 zusammen und konnten nun auch die TV-Abteilung überzeugen, einen Ausflug zu uns in die Provinz zu machen. Für uns ist der WDR, ob beim Hörfunk oder beim Fernsehen, tatsächlich ein bisschen Heimatsender, wo sehr gute Leute an sehr guten Inhalten arbeiten. Wir sind in Gesprächen, wie es weitergehen kann. Der Hörfunk präsentiert schon Anfang Juni die Dalheimer Sommernachtslieder und zeichnet im November das nächste WDR5-Kabarettfest in der PaderHalle auf.

Was sind die nächsten Pläne des Kulturbüro-OWL?

Carsten Hormes: Es stehen schon einige schöne Sachen auf dem Programm. Als nächstes eben vom 6. bis 9. Juni die Zusammenarbeit mit dem Kloster Dalheim, dann die Kulturbrunnenbühne zu Libori und dann geht es in die neue Saison an vielen verschiedenen Spielorten. Nebenher planen wir auch schon das nächste Kabarettfestival für das Frühjahr 2020.

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