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Attraktion Almhütte fehlt: Durststrecke nur für ein Jahr?

2023 soll Libori wieder ein Festzelt haben

Paderborn

In der „Almhütte“ tobt an Libori der Bär. Beim nächsten Mal wird es nicht so sein, denn die Attraktion fehlt. Politik und Verwaltung versuchen alles, damit 2022 eine Ausnahme bleibt. Das wurde in der Sitzung des Ausschusses für Märkte und Feuerwehr am Donnerstag deutlich.

Von Dietmar Kemper

Die „Almhütte“ ist meist rappelvoll. Bei Weißbier und Partymusik steigt die Stimmung schnell. In diesem Jahr müssen die Besucher auf die Attraktion verzichten. Foto: Jörn Hannemann

CDU und Grüne forderten das Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing in einem Antrag auf, ein Festzelt für das Liborifest 2023 sicherzustellen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten frühzeitig die Lage sondieren und Gespräche mit Schaustellerbetrieben und lokalen Gastronomen führen.

Ein großes Festzelt sei ein „Anziehungsmagnet und ein Treffpunkt für kleinere Runden und größere Festgesellschaften“, betonten Brunhilde Konersmann (CDU) und Johannes Menze (Bündnis 90/Grüne). Das Zelt müsse mindestens 1600 Quadratmeter groß sein, kleinere reichten nicht aus, findet Konersmann, die aus ihrem Herzen keine Mördergrube machte: „Wir brauchen ein Großzelt. Wir feiern in diesem Jahr Libori 500 plus 1 und haben kein Zelt – das ist schlimm.“

Wie Mitte Mai berichtet, sieht sich der Eigentümer wegen Personalmangels nicht in der Lage, die „Almhütte“ auf dem Liboriberg zu betreiben. Marktmeister Matthias Amediek bedankte sich dafür, dass die Firma Renoldi die Stadt frühzeitig vorgewarnt habe. „Wir sind weiterhin auf der Suche nach einem Zelt“, sagte Amediek im Ausschuss. Ein Teil des Renoldizeltes befinde sich bei der Familie, der andere Teil bei einem anderen Schausteller. Der Versuch, die beiden Teile nach Paderborn zu holen, sei leider gescheitert.

Festzelt für drei Jahre fest vergeben?

Um Schaustellern und der Stadt Paderborn selbst Planungssicherheit zu verschaffen, erwägt Amediek, das Festzelt gleich für drei Jahre und schon früher als andere Libori-Bestandteile wie Fahrgeschäfte zu vergeben. Sollte sich nach Bewerbungsbeginn am 1. Oktober niemand melden, werde man potenzielle Kandidaten gezielt ansprechen, kündigte er an. Die Libori-Satzung sehe ein Festzelt vor.

Carsten Büsse von der SPD hielt den Antrag der CDU und der Grünen eher für ein „Bekenntnis“. Er fragte: „Worüber sollen wir denn abstimmen? Darüber, dass die Verwaltung ihre Arbeit tun soll? Das tut sie ja bereits.“ Auch der Ausschussvorsitzende Sascha Pöppe verstand den Sinn des Antrags nicht. Bereits vor dieser Sitzung hätten alle Fraktionen den Wunsch nach einem Festzelt klargemacht.

Libori wird in diesem Jahr vom 23. bis 31. Juli gefeiert. Der Tag des Handwerks kann im Festzelt nicht stattfinden. Auch das Riesenrad von Klaus Wilhelm wird sich in Paderborn nicht drehen. Er zog unter acht Bewerbern den Kürzeren. Den Zuschlag bekam das „Movie Star 2“ mit 36 Gondeln.

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