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Paderborner Alanbrooke-Areal: Noch ist der Einstieg in die Interessengemeinschaft möglich

22 Bauwillige wollen ein Reihenhaus

Paderborn

Die Privatinitiative von Lukas Dalhoff, mit Gleichgesinnten auf dem Alanbrooke-Areal ein Reihenhaus-Projekt umzusetzen, kommt gut an. Neben weiteren Familien, die sich dem Vorhaben angeschlossen haben, gibt es auch positive Rückmeldungen aus der Politik. Aktuell ist nur eins der 23 potenziellen Reihenhäuser noch verfügbar, berichtet Dalhoff.

Von Ingo Schmitz

Ursula und Lukas Dalhoff mit ihren Kindern Lisa und Jonas sowie Cornelia Greiner-Dirr und Benjamin Greiner mit Ferdinand (2) wollen auf der Alanbrooke-Kaserne bauen. Foto: Jörn Hannemann

Vor einem Monat hatte das WESTFÄLISCHE VOLKSBLATT das Vorhaben vorgestellt. Wie berichtet, hatte Dalhoff versucht, sich bei der Stadt als Bauherr für eines der Grundstücke auf der Konversionsfläche zu bewerben. Er bekam eine Absage. Die Stadt will die zwei ausgewiesenen Baufelder für die 23 Reihenwohnhäuser nur an Bauträger verkaufen und nicht mit einzelnen Investoren verhandeln. Dalhoff lehnt einen Bauträger ab: Erstens wolle dieser mitverdienen und zweitens gebe es dann nur Häuser „von der Stange“, meint der 38-jährige Paderborner.

Mitte 2022 will Stadt Entscheidung bekannt geben

Daraufhin suchte er sich Architekten und Fachplaner sowie weitere Familien, um den Traum vom Eigenheim voran zu treiben. Inzwischen besteht eine Bauinteressengemeinschaft, an der sich 22 Familien beteiligen wollen. Sie alle müssen jeweils 3000 Euro einzahlen, damit die Planer die Bewerbungsunterlagen für den Wettbewerb weiter vorbereiten. Das geschieht auf volles Risiko, denn derzeit ist noch völlig unklar, ob die Bauinteressengemeinschaft überhaupt zum Zuge kommt oder sich im Wettbewerb gegen Bauträger geschlagen geben muss. Wäre das der Fall, ist das Geld weg.

Bis Februar/März müssen die Entwürfe eingereicht sein. Mitte 2022 will die Stadt ihre Entscheidung bekannt geben.

In vier Informationsveranstaltungen haben Dalhoff und das Planerteam bislang rund 60 Bauwillige informiert. 22 haben ernsthaftes Interesse bekundet. Daher werden für das Vorhaben noch eine Familie für das 23. Haus sowie für die Warteliste gesucht, falls andere Mitstreiter abspringen sollten. Die Bauwilligen, die sich bislang gemeldet haben, sind Paderborner. „Die Allermeisten wohnen im Riemeke und könnten mit einem Handkarren umziehen“, sagt der Familienvater.

Nachhaltigen Reihenhäuser sollen gebaut werden

Stand jetzt sollen die besonders nachhaltigen Reihenhäuser in Effizienzhaus-Stufe 40 errichtet werden. Beheizt wird über ein Nahwärmenetz, auf den Dächern wird Photovoltaik installiert. Die Gebäude bekommen eine Wohnfläche von 145 Quadratmetern plus 35 Quadratmeter Nutzfläche sowie einen Pkw-Stellplatz unter einem Carport. Geschätzte Kosten mit Grundstück: 520.000 Euro. Dabei handele es sich um ein „Worst-Case-Szenario“, also der schlechteste Fall, der eintreten kann.

Enthalten ist in dieser Summe ein Sicherheitsaufschlag für eine zwei Meter tiefe Kampfmittelsondierung inklusive Bodenaustausch. Ob das notwendig ist, wird sich noch zeigen müssen. Derzeit gebe es keine Hinweise auf Kampfmittel. Wer der Bauinteressengemeinschaft beitreten möchte, wendet sich an Lukas.dalhoff@paderborn.com

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