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Eva Brunner und Max Rohland ausgezeichnet

5. Paderborner Theaterpreis verliehen

Paderborn

„Ein Theaterabend zwingt uns zu nichts, kann aber etwas bewegen“ – genau das ist es, was die jahrhundertealte Faszination der Bühnen dieser Welt ausmacht. Lange mussten sich die Theaterfreunde gedulden, nun war es endlich so weit: Ihre Matinee zur Verleihung des 5. Paderborner Theaterpreises atmete Wiedersehensfreude in entspannt-familiärer Atmosphäre und bot zudem mit Hannah Dübgens Gastvortrag anregende Gedanken wie den eingangs zitierten.

Verleihung des 5. Paderborner Theaterpreises (von links): Intendantin Katharina Kreuzhage, die Schauspieler Eva Brunner und Max Rohland, Bernd Schäfers-Maiwald (Theaterfreunde Paderborn), Gastrednerin Hannah Dübgen und Rainer Rings (Theaterfreunde Paderborn). Foto: Theaterfreunde Paderborn

Zur „Macht des Möglichen in unsicheren Zeiten“ referierte die Dramaturgin, Theaterwissenschaftlerin und Autorin Hannah Dübgen im Großen Haus. Die Lust am Spiel, an der Rolle, aber auch die Sehnsucht nach Unterhaltung, Reflexion oder Bedeutsamkeit seitens des Publikums bedingen einander. Im Theater finden wir uns in anderen Zeiten und Situationen wieder, es spricht nicht nur Verstand und Gefühl gleichermaßen an, sondern auch all das, was im Unterbewussten schlummert. Wir sehen die Welt mit anderen Augen. Gerade die Pandemie hat auf drastische Weise aufgezeigt, was fehlt, wenn die Kulturszene eingefroren wird. An den Dramen der Welt, der Geschichte, der Politik ändert das Theater nichts, jeden noch so kruden Politikertypus von heute hat Shakespeare bereits beschrieben, doch gedankliche Auswege aus der scheinbaren Ausweglosigkeit vermittele es sehr wohl.

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