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Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Montag, 3. Januar:  313 Neuinfektionen über den Jahreswechsel

67-Jähriger aus Altenbeken verstorben

Paderborn

 Im ersten Corona-Lagebericht des neuen Jahres muss der Kreis Paderborn einen weiteren Todesfall vermelden: Ein 67-jähriger Mann aus Altenbeken ist in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben.

Bearbeitet von Elmar Neumann

Symbolbild.  Foto: dpa

Für den Zeitraum von Donnerstag bis Montag (Stand: jeweils 11 Uhr) hat der Kreis Paderborn am Montag 313 Corona-Neuinfektionen bekannt gegeben. Weitere 331 Erkrankte gelten als genesen. Die Zahl der Infizierten liegt offiziell nun bei 1591. Am Donnerstag waren es 1610.

Die 1591 aktiven Fälle verteilen sich wie folgt: Paderborn 839, Delbrück 192, Salzkotten 118, Büren 109, Hövelhof 92, Bad Lippspringe 71, Borchen 56, Altenbeken 42, Bad Wünnenberg 39, Lichtenau 33. Die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, beträgt 2015 (Donnerstag: 2271). 

Die Anzahl der veröffentlichten Fälle der Virusvariante Omikron (B.1.1.529)  ist auf 35 gestiegen. 13 davon wurden laut dem Landeszentrum Gesundheit (LZG) NRW (hier geht es direkt zur Statistik) in den vergangenen sieben Tagen diagnostiziert.

49 Corona-Erkrankte mit Wohnsitz im Kreis Paderborn werden den weiteren Kreis-Angaben zufolge derzeit in Krankenhäusern im Kreis behandelt, 14 von ihnen intensivmedizinisch (Donnerstag: 52/17).  Das DIVI-Intensivregister gibt für den Kreis Paderborn an, dass 52 von 68 Intensivbetten belegt sind (14 Covid-Fälle, davon 13 invasiv beatmet; Stand: 3.1., 15.00 Uhr, stündliche Aktualisierung, Erwachsenen-Intensivstationen). 189 Menschen sind seit Pandemie-Beginn in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

3. Januar 2022: Das Corona-Geschehen im Kreis Paderborn im Überblick.  Foto: Kreis Paderborn

Inzidenzwerte

Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) NRW und das Robert-Koch-Institut (RKI) haben am Montagmorgen für den Kreis Paderborn eine unveränderte Wocheninzidenz von 206,6 ausgewiesen (Stand: 0 Uhr), was 637 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen entspricht.  Der Wert blieb unverändert, da der Kreis am Wochenende nicht ans LZG gemeldet hat (siehe unten: Melde- und Übermittlungsverzug).  Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.

Zu berücksichtigen ist weiterhin folgender Hinweis des RKI: Während der Feiertage und zum Jahreswechsel ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist, so dass die im Dashboard und Lagebericht ausgewiesenen Daten nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage in Deutschland ergeben könnten.

Impfungen

Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit Erlass vom 30. Dezember die Auffrischungsimpfung von 12- bis 17-Jährigen ermöglicht. Sowohl in der Impfstelle des Kreises Paderborn in der Sälzerhalle in Salzkotten als auch bei den mobilen Impfaktionen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz können ab sofort Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren nach ärztlicher Aufklärung geboostert werden.

Mobile Impfaktionen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (Impfen mit Termin):

1. Mittwoch, 5. Januar, 15-20 Uhr, Begegnungsstätte Lichtenau, Mühlenstraße 25

2. Freitag, 7. Januar, 15-20 Uhr, Stadthalle Büren, Fürstenbergerstraße 1

Angeboten werden laut Kreis die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna sowie der Vektorimpfstoff "Johnson & Johnson". Es besteht freie Impfstoffwahl, solange der Vorrat erreicht. Termine für die mobilen Impfaktionen können unter kreis-paderborn.de/impfen gebucht werden. Wer möchte, kann aber auch spontan zu den mobilen Impfaktionen kommen, muss dann aber mit längeren Wartezeiten rechnen. Durchgeführt werden sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen sowie Auffrischungsimpfungen (Booster-Impfungen) für alle ab 12 Jahren.

Erwachsenen- und Kinderimpfungen in der Impfstelle des Kreises Paderborn in der Sälzerhalle in Salzkotten (in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz):

Angeboten werden laut Kreisgrundsätzlich die mRNA-Impfstoffe BioNTech für alle zwischen 12 und 30 Jahren und Moderna für alle über 30 Jahren. Derzeit besteht freie Impfstoffwahl, solange der Vorrat reicht. Impftermine können unter kreis-paderborn.de/impfen vereinbart werden. Erstimpfungen sind in der Sälzerhalle auch ohne Termin zu den Öffnungszeiten der Impfstelle möglich. Diese sind montags bis mittwochs von 9 bis 17 Uhr und donnerstags und freitags von 12 bis 20 Uhr. 

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt laut Kreis bei dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer einen Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfung von drei bis sechs Wochen, beim mRNA-Impfstoff Moderna vier bis sechs Wochen.  Auf Basis der derzeit verfügbaren Daten wird der Impfstoff "Johnson & Johnson" ab 60 Jahren empfohlen. Personen unter 60 Jahren können nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz mit dem Impfstoff geimpft werden. Der Impfstoff wird nicht für Booster-Impfungen eingesetzt. Gemäß Zulassung muss der Impfstoff Johnson & Johnson nur einmal verabreicht werden. Aufgrund der im Vergleich mit anderen verfügbaren COVID-19-Impfstoffen geringeren Schutzwirkung dieser einmaligen Gabe des Impfstoffs empfiehlt die Stiko allerdings eine weitere Impfstoffdosis eines mRNA-Impfstoffs zur Optimierung des Impfschutzes. Diese Optimierung der Grundimmunisierung soll dazu dienen, einen längerfristigen Immunschutz zu gewährleisten. 

Termine für die Kinderimpfungen können auch über das kreiseigene Buchungsportal unter kreis-paderborn.de/impfen vereinbart werden. Verimpft wird ausschließlich der BioNTech-Kinderimpfstoff, der sich von der Handhabung und der Dosierung von dem regulären Impfstoff unterscheidet. Zum Impftermin müssen die Einwilligungserklärungen aller Sorgeberichtigten mitgebracht werden. Mustervordrucke können unter kreis-paderborn.de/impfen heruntergeladen werden. Die Ständige Impfkommission empfiehlt in Abwägung aller bisher vorhandenen Daten Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen die Impfung gegen COVID-19. Bei individuellem Wunsch können auch Kinder ohne Vorerkrankung geimpft werden."

Hintergrund

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie im Newsblog des WESTFALEN-BLATTES.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. Das Infotelefon ist an Silvester, 31. Dezember, von 10 bis 14 Uhr zu erreichen. An Neujahr ist es nicht besetzt.
www.kreis-paderborn.de/corona
www.kreis-paderborn.de/impfen
www.kreis-paderborn.de/schnelltest

Patienten mit Verdacht auf Corona können sich außerhalb der Öffnungszeiten der Hausarztpraxen an den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung, Telefon 116117 wenden. In Notfällen wie z. B. Atemnot oder starke Schmerzen im Herzbereich oder Brust sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält. Unter der Rufnummer 116117 werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung beantwortet – kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr.

Hier informiert die Bundesregierung zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung, und hier das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona (Coronaschutzverordnung in der ab dem 28. Dezember gültigen Fassung).

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.“

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