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Frau aus dem Kreis Paderborn Opfer von vermeintlichen Polizisten

79-Jährige übergibt Betrügern Schmuck im Wert von 30.000 Euro

Paderborn

Eine 79-jährige Frau aus dem Kreis Paderborn ist am Donnerstagabend (24. November) Opfer von Betrügern geworden, die sich als Polizeibeamte ausgegeben haben. Die Täter erbeuteten Schmuck im Wert von etwa 30.000 Euro.

Symbolfoto. Foto: Jörn Hannemann

Noch am Donnerstag hatte die Polizei Paderborn vor einer neuen Welle von Betrugsanrufen gewarnt. 20 betroffene Bürgerinnen und Bürger, die nicht auf die verschiedenen Maschen hereingefallen waren, hatten sich wegen ähnlicher Anrufe bei der Polizei gemeldet. 

Um kurz nach 19 Uhr klingelte dann das Telefon in der Wohnung der 79-Jährigen. Den weiteren Angaben zufolge stellte sich ihr eine männliche Stimme mit Namen vor und behauptete, Polizeibeamter zu sein. Vermutlich um glaubwürdig zu klingen, nannte er seine „Dienstnummer“. Der Mann gab an, dass es bei der Bank eine „undichte Stelle“ gäbe und dass das Geld und die Wertsachen der Seniorin nicht mehr sicher seien. Er ließ sich die Handynummer geben und rief sodann auf ihrem Handy an.

Die Seniorin erkannte den Betrug nicht und kam den Forderungen des Mannes nach. Sie fuhr zur Bank und ging an ihr Schließfach, während der Täter weiter an ihrem Handy war. Wieder zu Hause fragte der Täter nach weiterem Geld. Da die Frau im Haus nicht mehr Geld hatte, ging sie kurz zu ihrem Enkel, der im selben Haus wohnt und fragte ihn nach Geld, ohne einen Grund zu nennen. Der Enkel konnte ihr kein Geld geben.

Der Betrüger forderte das Opfer nun auf, den Schmuck und die EC-Karte in eine Tüte zu packen und an einer Bushaltestelle in der Nähe des Hauses zu hinterlegen. Gegen 21.15 Uhr brachte sie die gepackte Tüte zu der Bushaltestelle. Fast zwei Stunden hatte sie bis zu diesem Zeitpunkt mit dem Täter telefoniert.

Als die Frau nach Hause kam, erwartete sie ihr Enkel. Der junge Mann war nach der Bitte seiner Großmutter misstrauisch geworden und wollte jetzt Näheres von ihr wissen. Nachdem diese erzählt hatte, was passiert war, verständigte der Enkel die Polizei. Er sperrte die EC-Karte. Die Tüte mit Schmuck lag schon nicht mehr in der Bushaltestelle.

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