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Requiem im Paderborner Dom für verstorbenen Altbürgermeister

Abschied von Ehrenbürger Willi Lüke

Paderborn

Seine Familie, seine Freunde sowie Weggefährten aus Politik und Gesellschaft haben am Freitag Abschied von „ihrem“ Willi Lüke genommen. An dem von Weih­bischof Matthias König zelebrierten Requiem im Paderborner Dom nahmen unter Corona-Bedingungen mehrere Ehrengäste teil.

Ingo Schmitz

Weihbischof Matthias König zelebrierte am Freitag das Requiem für den verstorbenen Altbürgermeister Willi Lüke im Paderborner Dom. Foto:

Dazu zählten unter anderem NRW-Landtagspräsident André Kuper, die Landtagsabgeordneten Daniel Sieveke (CDU) und Marc Lürbke (FDP), der ehemalige Innenminister Schleswig-Holsteins Hans-Joachim Grote, der ehemalige Bürgermeister Heinz Paus, der ehemalige Landrat Manfred Müller sowie der Ehrenringträger der Stadt Paderborn Josef Hackfort. Altbürgermeister Willi Lüke war am Donnerstag vor einer Woche im Kreise seiner Familie im Alter von 86 Jahren verstorben. Das Mitgefühl galt in der Trauerfeier insbesondere seiner Witwe Ursula sowie der gesamten Familie.

Mit bewegenden Worten erinnerten die Enkelkinder des beliebten Paderborners an das Leben und Wirken eines Mannes, der mehr gewesen sei, als Politiker im Landtag und Bürgermeister der Kreisstadt. Er sei ein Opa gewesen, dem seine Familie äußerst wichtig gewesen sei und dessen Herz für das Ehrenamt und die Ehrenamtlichen geschlagen habe. Auch habe er sich stets Familien zugewandt, deren Kinder mit Behinderungen oder mit Förderbedarf aufgewachsen seien.

Der Dank der Enkelkinder ging im Namen der Familie an die vielen Wegbegleiter, die in den Stunden der Trauer mit liebevollen und persönlichen Geschichten Trost gespendet hätten. „Die Fülle an Nachrichten hat uns gezeigt, bei wie vielen Menschen Opa als ‚Bürgermeister zum Anfassen‘ in Erinnerung geblieben ist.“

In einer sehr persönlichen Ansprache dankte Bürgermeister Michael Dreier dem Verstorbenen für seine Leistungen zum Wohle der Stadt und auch für die Freundschaft, die sie miteinander verbunden habe. „Wir ­blicken heute dankbar auf die Spuren, die Willi Lüke in seiner geliebten Heimatstadt Paderborn hinterlassen hat. Unsere Gespräche, Worte und Gedanken waren für mich immer wichtig und vielfältige Anregung für meine tägliche Arbeit. Er war für mich immer ein väterlicher Freund“, sagte Dreier. Der Bürgermeister verwies auf die nahezu unzähligen Verdienste und Auszeichnungen, die Willi Lüke für Paderborn erworben hat. „Ohne Willi Lüke wäre die Stadt Paderborn nicht das, was sie heute ist. Ohne ihn wären wir nicht die, die wir heute sind“, stellte Dreier bewegt fest. Auch Thomas Spieker, Oberst des Paderborner Bürger-Schützenvereins, verabschiedete sich von dem Ehrenmitglied: „Wir Schützen haben Willi Lüke außerordentlich geschätzt und geachtet. Wir wussten, was ihn antreibt, entspricht nicht einem politischen Kalkül. Sein innerer Antrieb war die christliche Nächstenliebe.“

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