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750 Besucher beim Beatles-Musical »Please Mr. Postman« in der Paderhalle

Akustisch und optisch nah am Original

Paderborn (WB/AK). Ihre Lieder sind unvergessen, ihr Einfluss auf das Business und die Musikergenerationen nach ihnen riesengroß: Die Beatles sind eine der bedeutendsten Bands aller Zeiten. Am Freitagabend ließ das Beatles-Musical »Please Mr. Postman« in der Paderhalle die Erinnerung an die vier legendären Pilzköpfe aus Liverpool wiederaufleben.

Die Yello-Submarine-Beatles mit (von links) Nick Bird alias Paul McCartney, Julian Deguinos alias George Harrison, Christophe Roussel alias Ringo Starr und Cyril Montreau alias John Lennon. 750 Besucher verfolgten das Musical in der Paderhalle. Foto: Agentur Klick

Das Fazit vorweg: »Ich sehe einen Nachwuchs an Beatles-Fans, diese Art der Musik begeistert auch die Jugend«, konstatierte Tourneeleiter Mike Schmidt nach der Show und sagte: »Die Tournee ist sehr erfolgreich.« Der Blick auf das Publikum in der mit etwa 750 Besuchern gut gefüllten Paderhalle schien Schmidt zu bestätigen. Auf den Sitzreihen fanden sich natürlich viele Fans der ersten Stunde, die die alten Stücke nicht nur mitswingten, sondern auch beim Mitsingen erhalten gebliebene Textsicherheit unter Beweis stellten.

Aber dort fanden sich auch Musikfreunde, die heute eher auf Ü40-Partys das Tanzbein schwingen. Und nicht zuletzt waren dort auch Jüngere, die ihre Eltern zum Musical begleiteten oder auch einfach nur so die Songs der Beatles liebgewonnen haben.

An die 40 Songs gab es zu hören, nahezu alle Klassiker der Musikgeschichte

Das Musical machte unter der Moderation des musikalischen Leiters, Uwe Müller, die unvergleichliche Karriere der Beatles von den Auftritten im Hamburger Star-Club Anfang der 1960er Jahre bis zur Trennung 1970 akustisch, optisch und chronologisch nachvollziehbar. An die 40 Songs gab es zu hören, nahezu alle Klassiker der Musikgeschichte und klanglich wie stimmlich nah am Original, beispielsweise die erste Beatles-Single »Love me do« (1962) oder auch »She loves you«, »Ticket to ride«, »Help«, »Yesterday«, »Yello Submarine« oder »Penny Lane«.

Nah an den Originalen waren auch die Kostüme und die Frisuren, die Cyril Montreau alias John Lennon, Nick Bird alias Paul McCartney, Julian Deguinos alias George Harrison und Christophe Roussel alias Ringo Starr im Laufe des Abends anlegten. Nick Bird spielte seine Gitarre wie einst Paul McCartney gar mit der linken Hand. Klar auch, dass die Tänzerinnen Eveline, Marit, Jessica und Selly mehr als einmal die kreischenden weiblichen Fans mimten, die seinerzeit dafür sorgten, dass die Beatles von 1966 wegen des enormen Lärmpegels auf weitere Live-konzerte verzichteten.

Als nach gut zwei Stunden Bühnenshow und einer zwanzigminütigen Pause mit »Hey Jude« als Zugabe die vermeintliche Beatles-Hymne schlechthin erklang, stand nicht zum ersten Mal an dem Abend die gesamte Halle und feierte die Band mit den meisten verkauften Tonträgern der Musikgeschichte.

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