Staatsanwaltschaft Paderborn listet Taten in Lichtenau, Bielefeld und Gütersloh auf

Anklage: Bande soll Miet-Wohnmobile weiterverkauft haben

Paderborn/Bielefeld/Gütersloh (dpa). Weil sie wiederholt angemietete Wohnmobile einfach weiterverkauft haben sollen, hat die Staatsanwaltschaft Paderborn vier Männer aus dem Ruhrgebiet wegen bandenmäßigen Betrugs angeklagt. Wiederholt sollen sie unter falschem Namen über Online-Plattformen Wohnmobile von Privatleuten angemietet und an gutgläubige Dritte verkauft haben, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte.

Symbolbild. Foto: Daniel Lüns

Den Vermietern sollen sie vorgegaukelt haben, die Fahrzeuge für eine Urlaubsreise verwenden zu wollen. Tatsächlich seien die Wohnmobile mit gefälschten Papieren versehen und für Preise zwischen 30.000 und 40.000 Euro an arglose Kunden weiterverkauft worden.

Viermal seien zwischen April und Juni dieses Jahres so Wohnmobile aus Lichtenau im Kreis Paderborn, Bielefeld, dem Oberbergischen Kreis und Fremdingen in Bayern an Käufer in Köln oder dem Ruhrgebiet gegangen.

Ein fünfter Betrugsversuch in Gütersloh sei dann jedoch fehlgeschlagen: Der Verleiher hatte ein Verkaufs-Inserat seines Fahrzeugs im Internet entdeckt und die Polizei eingeschaltet, wie die Beamten damals berichteten.

Die Ermittler hatten der Bande daraufhin eine Falle gestellt und sie bei einer vorgeblichen Übergabe festgenommen.

Die Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft. Das Landgericht muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden.

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