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Kostenlose FFP-2-Masken für Ältere und Risikopatienten auch in Paderborn

„Apotheken sind gerüstet“

Paderborn

Dr. Manfred Kesselmeier, Vorsitzender des Apothekerverbandes in Paderborn, erwartet für diesen Dienstag, 15. Dezember, einen Ansturm auf die Apotheken. Hintergrund ist die Ankündigung der Bundesregierung, dass an Menschen ab 60 Jahren sowie Risikopatienten mit Asthma, Krebs, Diabetes oder Schlaganfall jeweils drei kostenlose FFP-2-Masken abgegeben werden sollen. Es reicht die Vorlage des Personalausweises zur Alterslegitimation.

Ingo Schmitz

Menschen ab 60 Jahren sowie Risikopatienten mit Asthma, Krebs, Diabetes oder Schlaganfall sollen von heute an jeweils drei kostenlose FFP-2-Masken erhalten Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

„Wir haben uns bevor­ratet. Ich gehe davon aus, dass das auch die anderen Apotheker getan haben – der eine mehr, der andere weniger“, sagte Dr. Kesselmeier auf WV-Anfrage. Für die Bestellung der Masken seien die Apotheken selbst verantwortlich. Sie müssten dazu auch in finanzielle Vorleistung treten.

Allerdings herrsche in dem Punkt auch noch einige Verunsicherung. Bislang handele es sich bei der Ankündigung der kostenlosen Maskenausgabe um einen Referentenentwurf, der noch in Berlin beschlossen werden müsse. Die Apotheken hätten sich aber bereits auf die Abwicklung dieser Mammut-Aufgabe innerhalb kürzester Zeit vor­bereitet. „Vor den Feier­tagen gibt es immer Trubel. Jetzt kommen noch die FFP-2-Masken dazu. Die Kollegen sollten angesichts dieser Herausforderung aber nicht stöhnen, sondern erkennen, dass es sich hierbei um unseren Auftrag handelt, den wir erfüllen müssen“, meint der Sprecher des Apothekerverbandes Paderborn. Er habe großen Respekt vor der Leistung der Mitarbeiter, die seit Monaten – Tag für Tag – im Kontakt mit Corona-Infizierten stünden und sich so einem hohen Risiko aussetzten.

Manfred Kesselmeier plädiert auch vor diesem Hintergrund dafür, die Masken-Abholer von den anderen Patienten, die tagesaktuell Medikamente benötigten, räumlich zu trennen. „Ansonsten erhalten wir eine Durchmischung, die keiner haben will“, sagt der Apotheker, der an seinem Standort an der Warburger Straße zwei unterschied­liche Eingänge eingerichtet hat: einen für die Masken, den zweiten für die anderen Patienten.

Damit es einen möglichst reibungslosen Ablauf gibt, plädiert Kesselmeier dafür, dass die Patienten zu den Apotheken gehen sollten, wo sie üblicherweise ihre Medikamente erhalten.

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