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Diözesanmuseum in Paderborn öffnet wieder

Ausstellung neu gestaltet

Paderborn (WB). Sechs Wochen haben der Rückbau und die Neueinrichtung des Diözesanmuseums nach der Ausstellung »Gotik – der Paderborner Dom und die Baukultur Europas im 13. Jahrhundert« gedauert. Am Freitag, 1. März, öffnet es wieder.

Jochen Malmsheimer hätte auch einen Mittelalter-Kaiser abgeben können. Foto: Bernhard Pierel

Nach drei Sonderausstellungen steht jetzt wieder die eigene Sammlung im Mittelpunkt. Herausragende Leihgaben aus dem Mainzer Dommuseum – wie der »Kopf mit der Binde« des legendären Naumburger Meisters – dürfen so lange in Paderborn bleiben, wie die Renovierung ihrer Heimstatt in Mainz andauert.

»Fuststraßen-Madonna« darf noch bleiben

Und so wird jetzt beispielsweise die lebensgroße Mainzer »Fuststraßen-Madonna« zum Zentrum einer Abteilung mit ausdrucksstarken mittelalterlichen Marienbildnissen und Skulpturen weiblicher Heiliger aus dem reichen Bestand des Paderborner Hauses. Der Bistumspatron Liborius nimmt nach Angaben des Museums mit Exponaten aus verschiedenen Jahrhunderten eine zentrale Position ein und die Domschatzkammer mit den kostbaren Tragaltären und dem Liboriusschrein ist auch wieder geöffnet.

Aufwändige Modelle und digitale Animationen, die für die »Gotik«-Schau angefertigt wurden, gewähren anschauliche Einblicke in die Baugeschichte des Doms und die Entstehung mittelalterlicher Städte in Westfalen. Darüber hinaus sind textile Kostbarkeiten sowie Schatz- und Buchkunst in der neu eingerichteten Dauerausstellung zu sehen. Zurückgekehrt ist auch das vor allem bei Schulen beliebte Skriptorium.

Kabarettist Malmsheimer kommt am 30. Juni

Um das Mittelalter–Tête-à-Tête zwischen Mainz und Paderborn gebührend zu feiern, werden später im Jahr zwei Kenner der Zeit im Diözesanmuseum zu Gast sein: Am 30. Juni bringt Kabarettist Jochen Malmsheimer höchstselbst, unterstützt von Pianist und Arrangeur Uwe Rössler, dem Kopf des Tiffany-Ensembles, seine Forschungen zu den Tagebüchern des Salierkaisers Heinrichs IV. (1050 – 1106) zu Gehör. »Das Mittelalter lebt!«, verspricht das Museum den Besuchern ein besonderes Erlebnis.

Das Team weist darauf hin, dass der Besuch am Samstag und Sonntag, 2. und 3. März, kostenlos ist. An beiden Tagen wird es zudem jeweils um 14 Uhr eine öffentliche Führung geben. Sie kostet drei Euro pro Person.

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