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Mutmaßliche Verursacherin (75) schwer verletzt

Auto kollidiert in Paderborn mit Bus – mindestens 13 Kinder verletzt

Paderborn

Bei einem Unfall mit einem Linienbus um kurz nach 7.30 Uhr an der Sander Straße in Paderborn-Elsen sind am Freitag mindestens 13 Kinder im Alter zwischen 10 und 15 Jahren verletzt worden. Die schwer verletzte Autofahrerin (75) blieb im Krankenhaus zur Weiterbehandlung, berichtete die Polizei. Sie soll den Unfall ausgelöst haben, teilte die Polizei mit.

Mit ihrem Opel soll eine 75-Jährige beim Rechtsabbiegen gegen den Gelenkbus gestoßen sein. Foto: Polizei Paderborn

Die Sander Straße war nach dem Unfall mit dem Bus und insgesamt 39 Fahrgästen für etwa zwei Stunden gesperrt, teilte die Polizei mit. Der Gelenkbus war auf der Sander Straße in Richtung Elsen unterwegs. Zur selben Zeil soll die Opel-Fahrerin auf dem Alt-Enginger-Weg vom Nesthauser See in Richtung Sander Straße gefahren sein. Dort an der Kreuzung bog sie nach rechts in Richtung B64 (Münsterstraße) ab. Dabei geriet sie auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal gegen einen Linienbus, so die Polizei.

Der Opel drehte sich nach der Kollision um 180 Grad und blieb mit einem Totalschaden liegen. Der leicht beschädigte Bus wurde zur Werkstatt gefahren. Den Opel holte ein Abschleppdienst ab. Die Polizei sicherte Spuren, gab den Unfallort gegen 10 Uhr wieder frei und hob die Sperrung der Sander Straße auf.

Zu der Zahl der verletzten Personen gab es am Freitag unterschiedliche Angaben. Die Polizei berichtete, dass sich insgesamt 20 Fahrgäste leicht verletzt hätten: neben den 14 Kindern auch der Busfahrer (43), drei Frauen (22, 34, 49) und zwei Männer (25 und 27). Die weiteren 19 Fahrgäste blieben unverletzt. Die Feuerwehr berichtete von 17 verletzten Personen, darunter 13 Kinder. 22 weitere Schulkinder stufte sie als sogenannte Betroffene ein.

Verletzte kamen mit Rettungswagen in Krankenhäuser  

Der Rettungsdienst brachte die Autofahrerin sowie den Busfahrer und die Mutter mit ihrem Sohn in nahegelegene Krankenhäuser. Zudem berichtete die Feuerwehr, dass eine Schwangere leicht verletzt war, ein Kind mit einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus kam. Zuvor waren Notärzte, Rettungssanitäter, Feuerleute, Polizisten und Notfallseelsorger zur Unfallstelle geeilt.

Ärzte und zwei Notfallseelsorger sichteten und betreuten die Fahrgäste zunächst in einer nahen Gastronomie, so die Feuerwehr. Anschließend fuhr sie jene Fahrgäste, die nicht bereits mit Rettungswagen zur Versorgung abgeholt worden waren, in einem Einsatzbus zu einem Krankenhaus. Dort organisierte die Feuerwehr mit Unterstützung von Notfallseelsorgern die Übergabe der zuvor untersuchten Kinder an deren Eltern. „Die unkomplizierte Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern und den beteiligten Organisationen hat zu einem schnellen Einsatzerfolg geführt“, berichtete Feuerwehreinsatzleiter Marian Leitlof.

Bis etwa 10.30 Uhr waren die Hilfskräfte der Feuerwehr im Einsatz, berichtete Leitlof. Vor Ort waren drei Rettungswagen aus Paderborn, einer aus Delbrück sowie je ein Notarzt aus Paderborn und Salzkotten. Insgesamt 32 Kräfte der Berufsfeuerwehr, des Rettungsdienstes, des Führungsdienstes und des Löschzugs Elsen waren zur Hilfe geeilt.

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